Sturmstärke

Weltkarte der Winde: Energiebedarf spielend decken

Eine Art "Weltkarte der Winde" soll künftig bei der Standortauswahl von Windkraftanlagen helfen. Zwei Forscher der kalifornischen Stanford University haben dazu die jährlichen Windmessungen von 7500 Wetterstationen und 500 Messballons ausgewertet und die windreichsten Regionen der Erde zusammengetragen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Würde die Windkraft konsequent an den Orten genutzt, an denen es am stärksten stürmt, könnte sie spielend den Energiebedarf des gesamten Planeten decken. Das ist das Ergebnis einer Studie der kalifornischen Universität Stanford, deren Autoren ihre Forschung jetzt im "Journal of Geophysical Research-Atmospheres" veröffentlichten. Laut "Spiegel Online" werteten die Klimatologen Cristina Archer und Mark Jacobson die jährlichen Windmessungen von 7500 Wetterstationen und 500 Messballons aus.

Die Karte, die u.a. die Nordsee, Feuerland und die großen Seen in Nordamerika und Tasmanien als windreichste Regionen der Erde ausweist, soll zukünftig bei der Standortauswahl von Windkraftanlagen helfen, heißt es in dem Bericht weiter. Archer und Jacobson bezeichnen in ihren Untersuchungen jeden achten Ort, an dem Messungen stattfanden, als ausreichend, um Windräder rentabel betreiben zu können. Demnäch könnten an diesen Orten 72 Terawattstunden Strom erzeugt werden - das 40-fache des Verbrauchs der Erde im Jahr 2000.

Die Forscher rechneten mit einem neuen mathematischen Verfahren bodennahe Windmessungen in Windgeschwindigkeiten in größerer Höhe um. Gleichzeitig wiesen sie sehrwohl auch auf die Probleme hin, die durch die Errichtung von tausenden von Windrädern entstehen. Sie plädieren daher dafür, vermehrt Windparks im Meer zu bauen.

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