Kontaktbörse

Welt-Windenergie-Konferenz in Berlin eröffnet

Derzeit trifft sich in Berlin die Windenergiebranche. Ausrichter der diesjährigen Welt-Windenergie-Konferenz ist Deutschland, das seit einigen Jahren in diesem Bereich Weltmeister ist. Aber auch der internationale Markt wird weiter boomen, sagen Branchenkenner voraus. Deshalb gilt die Veranstaltung auch als Kontaktbörse.

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"Wir freuen uns, die internationale Windkraft-Branche in Deutschland begrüßen zu können. Uns geht es dabei unter anderem darum, die hier zu Lande erfolgreichen Modelle zur Förderung der erneuerbaren Energien international bekannter zu machen. Darüber hinaus soll diese Veranstaltung natürlich auch als Kontaktbörse zwischen deutschen Unternehmen und Endscheidungsträgern aus anderen Ländern dienen", sagte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) e.V., anlässlich der Eröffnung der Welt-Windenergie-Konferenz in Berlin.

Deutschland ist bereits seit einigen Jahren Windkraft-Weltmeister. Diese führende Position konnte dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das von der rot-grünen Bundesregierung im Frühjahr 2000 verabschiedet worden ist, weiter ausgebaut werden. Ende letzen Jahres betrug die bundesweit installierte Windkraft-Leistung etwa 8750 Megawatt, es folgten die USA (4250 Megawatt), Spanien (3350 Megawatt) und Dänemark (2500 Megawatt). Inzwischen dürfte die zwischen Nordsee und Alpenrand installierte Leistung bei knapp 10 000 Megawatt liegen; genaue Zahlen wird der BWE im Laufe des Juli präsentieren.

Auch der internationale Windkraft-Markt wird weiter boomen: "Branchenkenner gehen davon aus, dass sich die installierte Windkraft-Leistung weltweit von heute etwa 25 000 Megawatt in den nächsten fünf Jahren auf knapp 80 000 Megawatt mehr als verdreifachen wird", verweist Ahmels auf die jüngste Studie des dänischen Beratungsbüros BTM Consult ApS. Vor allem Europa und Nordamerika würden dabei im Fokus der Entwicklung stehen. Eine neue Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Europäischen Windenergie-Vereinigung EWEA geht zudem davon aus, dass unter den richtigen Rahmenbedingungen im Jahr 2020 weltweit zwölf Prozent des Strombedarfs durch Windkraft gedeckt werden kann.