Orientierungshilfe für Bauherren

Welcher Haustyp passt am besten zu mir?

Passivhaus, Niedrigenergiehaus oder 3-Liter-Haus - eine Frage, die Bauherren nicht selten verunsichert. Für mehr Klarheit sorgt jetzt eine kostenlose Publikation der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ), in der die Energiesparkonzepte auf den Prüfstand gestellt werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) - Wer zeitgemäß und zukunftsorientiert bauen möchte, entscheidet sich heute für ein Haus mit möglichst geringem Energiebedarf. Passivhaus, Niedrigenergiehaus oder 3 Liter-Haus - die moderne Architektur hat ganz unterschiedliche Konzepte hierzu entwickelt. Bauherren, die mit diesen Lösungen konfrontiert werden, sind oft verunsichert. Selbst Fachleute schätzen die komplizierten Wechselbeziehungen von Bauphysik und Lebensqualität nicht immer richtig ein. Welcher Haustyp ist am besten geeignet, die gewünschten Anforderungen zu erfüllen?

Für mehr Klarheit sorgt eine unabhängige Studie der TU Dresden, die die verschiedenen Energiesparkonzepte gegenüberstellt. Die wichtigsten Ergebnisse hat die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) in einer Kompaktinformation zusammengefasst. Sie macht deutlich: Nicht immer ist das technisch Machbare auch die beste Lösung für die Bewohner des Hauses. Neben Ökonomie und Ökologie spielen z.B. auch der individuelle Lebensstil oder architektonische Gestaltungsfragen eine Rolle.

Um die Diskussion zu objektivieren, hat die TU Dresden die Beziehungen zwischen Wärmedämmung, Anlagentechnik und Komfortansprüchen einer ganzheitlichen Betrachtung unterzogen. Sie vergleicht dabei vier gängige Energiesparhaus-Typen in Kombination mit zahlreichen Heiz- und Lüftungssystemen. Ein wesentliches Fazit lautet: Auch in hochwärmegedämmten Gebäuden bleibt moderne Anlagentechnik zur Heizung, Warmwasserbereitung und Wohnungslüftung unverzichtbar, um Energieeinsparpotenziale in vollem Umfang auszuschöpfen und die Anforderungen des Verbrauchers an Komfort und Wirtschaftlichkeit zu erfüllen.

Die neue VdZ-Information "Energiesparkonzepte im Wohnungsbau" ist als anschauliche Orientierungshilfe für Bauherren konzipiert und reicht bis hin zur Checkliste, mit der künftige Hausbesitzer herausfinden können, welcher Energiesparhaus-Typ am besten zu ihnen passt. Zugleich ist die Broschüre eine überzeugende Beratungshilfe für alle, die die Vorteile moderner Anlagentechnik im Dialog mit bauwilligen Kunden transparent machen möchten. Die VdZ setzt damit ihre Serie praxisorientierter Infoblätter für das Fachhandwerk zum Thema "Energieeinsparung in Gebäuden" fort.

Einzelexemplare der Broschüre können kostenfrei angefordert werden unter info@vdzev.de.