Weiterhin Abnahmepflicht für ostdeutschen Braunkohlestrom?

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20 Milliarden Mark sind in den vergangenen Jahren in den Neu- und Ausbau von Braunkohlekraftwerken geflossen. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) sieht deshalb dem großen Preiskampf auf dem Strommarkt mit Besorgnis entgegen. Der ungebremste Wettbewerb würde vorallem die Betreiber der in Ostdeutschland nach der Wende neu gebauten Braunkohlekraftwerke vor große Probleme stellen. Die hohen Investitionen in der Vergangenheit führten dazu, dass der Strom nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen abgegeben werden kann, so Müller weiter. Um Entlassungen zu vermeiden, kann sich Müller eine staatliche Förderung durchaus vorstellen. Zwar könne sie nur degressiv und zeitlich befristet sein, aber über eine "Zwangsverstromun" oder eine Quotierung könne man trotzdem nachdenken. Wenn in jeder verkauften Kilowattstunde etwa 8% ostdeutscher Braunkohlestrom enthalten sind, dann müßte das "Problem" in fünf Jahren vom Tisch sein, sagte Müller.