Hochsicherheitstrakt

Weiteres Reaktordruckgefäß ins Zwischenlager Nord überführt

Vom stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin bei Greifswald ist am Mittwoch ein weiterer verstrahlter Reaktor in das atomare Zwischenlager Nord (ZLN) überführt worden. Damit befinden sich nun drei Reaktordruckbehälter unter sicherem Verschluss in dem Lager.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp/sm) - Das 200 Tonnen schwere und mit einem Abschirmzylinder umhüllte Reaktordruckgefäß von Block I wurde von einer Spezialfirma mit einem Tieflader in den Hochsicherheitstrakt des benachbarten Zwischenlagers gefahren.

Der 440-Megawatt-Block war von 1973 bis 1990 am Netz und hatte mehr als 41.300 Gigawattstunden Strom erzeugt. Im ZLN soll der mehrere Zentimeter starke Stahlbehälter mehrere Jahrzehnte abklingen, um anschließend zerlegt zu werden.

Nach Angaben der Energiewerke Nord (EWN) befinden sich damit inzwischen drei radioaktiv verstrahlte Reaktordruckbehälter unter sicherem Verschluss, darunter auch der Ende Oktober aus Brandenburg überführte Reaktor des stillgelegten Kernkraftwerks Rheinsberg. In der kommenden Woche soll zudem das Druckgefäß des Lubminer Meilers II in das Zwischenlager gebracht werden. Die letzten beiden ostdeutschen Reaktordruckgefäße der Blöcke III und IV werden voraussichtlich im kommenden Jahr in den Lagertrakt überführt.