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25.01.2012, 08:16 Uhr

Strom-News

Wartungsarbeiten

Weiteres AKW in Japan vorübergehend abgeschaltet

Der japanische Energieversorger Tepco hat die vorübergehende Abschaltung seines vorletzten noch aktiven Atomreaktors angekündigt. Der Reaktor Kashiwazaki-Kariwa 5 an der Westküste werde am Mittwoch zu Wartungsarbeiten für mindestens fünf Monate abgeschaltet.

kernkraftwerk;kraftwerk Tokio (AFP/red) - Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die japanischen Behörden schreiben vor, Reaktoren alle 13 Monate für mehrere Wochen dauernde Kontrollen herunterzufahren. Tepco betreibt auch das bei der Erdbebenkatastrophe im März vergangenen Jahres schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima 2.

Mit der Abschaltung von Kashiwazaki-Kariwa 5 ist nur noch ein Reaktor der 17 Anlagen der Firma Tepco aktiv. Damit sind ab Ende dieser Woche 51 der 54 japanischen Atomreaktoren außer Betrieb. Denn am Freitag geht auch der Reaktor Shimane 2 vom Netz, der vom Unternehmen Chugoku Electric betrieben wird. Bis spätestens Mai sollen auch die verbleibenden drei Reaktoren des Landes vorübergehend abgeschaltet werden. Wann heruntergefahrene Anlagen wieder ans Netz gehen, ist ungewiss.

Maßnahmen für den Sommer treffen

Japans Industrieminister Yukio Edano sagte vergangene Woche, es müssten Maßnahmen getroffen werden, falls im Sommer keine Atomanlage zur Stromerzeugung mehr in Betrieb sei. Japans Energieversorger wollen zum Ausgleich wieder mehr konventionelle Kraftwerke zuschalten.

Am 11. März vergangenen Jahres hatte ein schweres Erdbeben einen riesigen Tsunami ausgelöst, der weite Teile des Nordostens des Landes verwüstete. Durch die Naturkatastrophe wurde mit der Beschädigung des Atomkraftwerks Fukushima das schwerste Atomunglück seit der Katastrophe von Tschernobyl ausgelöst.

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