Strom-News
WartungsarbeitenDer japanische Energieversorger Tepco hat die vorübergehende Abschaltung seines vorletzten noch aktiven Atomreaktors angekündigt. Der Reaktor Kashiwazaki-Kariwa 5 an der Westküste werde am Mittwoch zu Wartungsarbeiten für mindestens fünf Monate abgeschaltet.
Tokio (AFP/red) - Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die japanischen Behörden schreiben vor, Reaktoren alle 13 Monate für mehrere Wochen dauernde Kontrollen herunterzufahren. Tepco betreibt auch das bei der Erdbebenkatastrophe im März vergangenen Jahres schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima 2.
Mit der Abschaltung von Kashiwazaki-Kariwa 5 ist nur noch ein Reaktor der 17 Anlagen der Firma Tepco aktiv. Damit sind ab Ende dieser Woche 51 der 54 japanischen Atomreaktoren außer Betrieb. Denn am Freitag geht auch der Reaktor Shimane 2 vom Netz, der vom Unternehmen Chugoku Electric betrieben wird. Bis spätestens Mai sollen auch die verbleibenden drei Reaktoren des Landes vorübergehend abgeschaltet werden. Wann heruntergefahrene Anlagen wieder ans Netz gehen, ist ungewiss.
Japans Industrieminister Yukio Edano sagte vergangene Woche, es müssten Maßnahmen getroffen werden, falls im Sommer keine Atomanlage zur Stromerzeugung mehr in Betrieb sei. Japans Energieversorger wollen zum Ausgleich wieder mehr konventionelle Kraftwerke zuschalten.
Am 11. März vergangenen Jahres hatte ein schweres Erdbeben einen riesigen Tsunami ausgelöst, der weite Teile des Nordostens des Landes verwüstete. Durch die Naturkatastrophe wurde mit der Beschädigung des Atomkraftwerks Fukushima das schwerste Atomunglück seit der Katastrophe von Tschernobyl ausgelöst.
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Die polnischen Kernenergiepläne wecken in Brandenburg zunehmend Besorgnis. Umweltministerin Anita Tack (Linke) kritisierte das Vorhaben in einer Stellungnahme zu den Umweltauswirkungen des Programms, wie ihr Ministerium am Dienstag in Potsdam mitteilte.
Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat verkündet, die Situation im havarierten Reaktor sei unter Kontrolle, das Kraftwerk in Fukushima befinde sich im Zustand der Kaltabschaltung. Diese Bezeichnung wird jedoch von Sicherheitsexperten kritisiert: Eine Kaltabschaltung gebe es nur im Normalbetrieb.
Der Krisen-Effekt war nicht nachhaltiger Natur: Das unabhängige Verbraucherportal Verivox hat ermittelt, dass sowohl das Interesse an Ökostrom als auch die Großhandelspreise für Strom wieder auf das Niveau vor der Atomkatastrophe in Fukushima gesunken sind.
Der ehemalige Direktor des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima hat Speiseröhrenkrebs. Der 56-jährige Masao Yoshida habe dies nach anfänglichen Bedenken nun öffentlich gemacht. Die Erkrankung sei jedoch keine direkte Folge der Atomkatastrophe, so die Betreiberfirma Tepco.
Aus einer Reinigungsanlage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind einem Bericht zufolge mindestens 45 Tonnen radioaktiv belastetes Wasser ausgetreten. Laut der Betreiberfirma Tepco könnte einiges davon auch den Pazifik erreicht haben. Eigentlich wollte die Firma das havarierte Kraftwerk bis Ende des Jahres unter Kontrolle gebracht haben.Strompreise vergleichen
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