Neue Sicherheitsauflagen

Weiterer Kohleabbau im Saarland genehmigt

Gut fünf Wochen nach dem bislang schwersten bergbaubedingten Erdbeben darf im Saarland wieder Kohle gefördert werden. Das Bergamt bestätigte am Montag die bestehende Abbaugenehmigung für das Flöz Grangeleisen, versah diese Genehmigung allerdings mit einer Reihe von Sicherheitsauflagen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp/sm) - Bevor die RAG Deutsche Steinkohle AG den Abbau in Grangeleisen wieder aufnehmen könne, müsse das Unternehmen nachweisen, dass es diese Auflagen erfüllt hat, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit. Noch keine Entscheidung gab es zum ebenfalls von der RAG beantragten Abbau in Wahlschied.

Für die Wiederaufnahme der Förderung im Grangeleisen muss das Bergbauunternehmen unter anderem nachweisen, dass alle bislang in diesem Abbaugebiet entstandenen Schäden beseitigt sind. Außerdem muss sichergestellt sein, dass von besonders erschütterungsempfindlichen Gebäuden keine Gefahr ausgehen kann, falls es doch zu einem Beben kommt. Zudem wird die Abbaugeschwindigkeit auf maximal 3,2 Meter pro Tag begrenzt werden.

Nach Einschätzung von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) ist ein Nachweis über die Einhaltung dieser Auflagen durch die RAG bis Ende der Woche möglich. Unabhängig von der damit erteilten Abbaugenehmigung sei aber klar, dass der Bergbau im Saarland "spätestens 2012" zu Ende sein werde, betonte Müller. Darüber gebe es eine grundsätzliche Verständigung zwischen Landesregierung und RAG.

Die RAG hatte nach dem schweren Beben vom 23. Februar beschlossen, den Abbau in der Primsmulde ganz einzustellen. Stattdessen will das Unternehmen in den Feldern Grangeleisen und Wahlschied bis zum Jahr 2012 weiter Kohle fördern. Nach den Plänen der RAG würde sich die Kohleförderung in diesen Gebieten auf ein Drittel der bisherigen Menge reduzieren.