MIBRAG-Zwischenbilanz

Weitere Heuersdorfer bereiten sich auf die Umsiedlung vor

Weil unter der sächsischen Ortschaft Heuersdorf 52 Millionen Tonnen beste Rohbraunkohle liegen, plant die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft eine Umsiedlung der 141 Haushalte. Bis 13. August können die Betroffenen ihre Stellungnahmen zum neuen Gesetzentwurf der Säschsischen Staatsregierung noch einreichen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

"Unsere Informations-Offensive zu Tätigkeit und Rolle der MIBRAG sowie der verstärkte Dialog mit den Einwohnern von Heuersdorf haben Früchte getragen", lautete die Zwischenbilanz des Vorsitzenden der MIBRAG-Geschäftsführung, Bruce P. De Marcus, bei einem Pressegespräch gestern in Leipzig. Im Herbst 2002 hatte die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) ihre Kommunikationsaktivitäten intensiviert, um ihre Positionen einer breiten Öffentlichkeit darzustellen.

Wichtiger Bestandteil der Kampagne ist der "Dialog Gemeinsame Umsiedlung" mit den Heuersdorfern. De Marcus verwies darauf, dass nach einer schon zehnjährigen Auseinandersetzung jetzt die Entscheidung um den Standort Heuersdorf näher rücke. Bis zum 13. August 2003 hätten nun alle Betroffenen, Beteiligten und Verbände die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen zum neuen Gesetzentwurf bei der Sächsischen Staatsregierung einzureichen. "Wir haben die Auswirkungen des neuen Gesetzes auf den Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland mit unseren Informationsmedien und Veranstaltungen seit Herbst 2002 gut vermitteln können", erklärte De Marcus und räumte dabei ein: "Unser Ziel, in direkte Verhandlungen mit dem Heuersdorfer Gemeinderat zu kommen, konnten wir nicht erreichen."

Insgesamt haben sich bisher 84 Haushalte – von 141 zum Stichtag 15. März 1994 – für die Umsiedlung nach dem angebotenen Vertrag entschlossen.

Unter Heuersdorf liegen mehr als 52 Millionen Tonnen Rohbraunkohle bester Qualität. Auf diese Menge kann die MIBRAG aus wirtschaftlichen und technologischen Gründen nicht verzichten, heißt es aus dem Unternehmen. Deshalb ist eine Umsiedlung der Haushalte geplant.