Hartnäckig

Weitere hessische Stromversorger fordern satte Preisaufschläge

Ebenso wie E.ON Mitte haben auch die hessischen Versorger entega (Darmstadt), ESWE (Wiesbaden), ovag (Friedberg), Stadtwerke Kassel, Mainova (Frankfurt) und Süwag (Frankfurt) Anträge auf Strompreiserhöhungen gestellt und dafür vom hessischen Wirtschaftsminister Rhiel eine Absage kassiert.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp.djn/sm) - Neben E.ON Mitte wollen sich noch sechs weitere Stromversorger kräftige Preiserhöhungen beim hessischen Wirtschaftsministerium genehmigen lassen. Die geforderten Steigerungsraten gingen noch über die bereits zum 1. Januar dieses Jahres beantragten Aufschläge um sechs bis sieben Prozent hinaus, sagte Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Wie schon im Fall von E.ON Mitte erteilte er den Anträgen eine klare Absage.

Die Mainova wie auch die Stadtwerke Kassel wollen laut Rhiel den Preis im Allgemeinen Tarif um 10,7 Prozent anheben. entega und ESWE wollen einen Aufschlag um 8,7 Prozent, die Süwag fordert 7,1 Prozent, die ovag 6,2 Prozent mehr. Die Anhebungen sollen ab Mai oder Juni, im Fall der ovag rückwirkend zum 1. April wirksam werden.

Die hohen Gewinne der Versorger und die Erwartung sinkender Netzkosten ließen Preisanhebungen nicht zu, betonte Rhiel. Nach seinen Angaben handelt es sich bei den Antragstellern um die entega in Darmstadt, die ESWE Versorgungs AG in Wiesbaden, die ovag Energie in Friedberg, die Stadtwerke Kassel und die Süwag Energie AG in Frankfurt am Main. Darüber hinaus hat laut Rhiel auch der Frankfurter Versorger Mainova erklärt, eine Anpassung der Preise sei notwendig.

Nach Ansicht Rhiels würden die beantragten Erhöhungen in Durchschnittshaushalten mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zu Mehrbelastungen von 50 bis 100 Euro führen. "Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage und das wäre ökonomisch auch nicht zu rechtfertigen", sagte der Minister. Einer möglichen Klage von E.ON Mitte gegen den Strompreisstopp in Hessen oder auf Erteilung eines endgültigen Ablehnungsbescheids sieht er nach eigenen Angaben gelassen entgegen. Er verwies darauf, dass bereits die Friedberger ovag vor Gericht mit einem Eilantrag gescheitert sei.