Kürzungen angeordnet

Weitere Entgeltgenehmigungsverfahren abgeschlossen

Die Bundesnetzagentur hat jetzt weiteren Verteilernetzbetreibern ihre Stromnetzentgelte genehmigt. Diese betreffen die EnBW Regional AG und die südhessische NRM. In beiden Fällen wurden die Netznutzungsentgelte von der Behörde um knapp 14 Prozent gekürzt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, sind der EnBW Regional AG in Stuttgart zum 1. September 2006 Entgelte genehmigt worden, die auf einer Kostenkürzung von gut vierzehn Prozent beruhen. Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) verringern sich den Angaben zufolge die Netzentgelte um rund 37 Euro. In diesem Beispiel entspreche dies einer Absenkung der Nettoentgelte für die Netznutzung von 18 Prozent.

Eine weitere Genehmigung zum 1. September 2006 betrifft die NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Mainova AG und der Stadtwerke Hanau. Das Unternehmen betreibt einen Netzbereich Frankfurt am Main und einen Netzbereich Hanau. In beiden Fällen liegen die Kostenkürzungen bei rund vierzehn Prozent. Die Netznutzung verbillige sich für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Frankfurt um fast 47 Euro, in Hanau um rund 45 Euro. Bezogen auf dieses Beispiel bedeutet dies eine Absenkung der Nettoentgelte für die Netznutzung von rund 20 Prozent, so die Regulierungsbehörde.

Wie bereits bei früheren Entscheidungen hervorgehoben, sei ein Vergleich der Kostenkürzungen nur bedingt aussagekräftig, weil die Kalkulationen trotz der selben rechtlichen Vorgaben erheblich voneinander abweichen können. Die Absenkungen bei den Netzentgelten erfassten bei den genannten Unternehmen praktisch alle Netznutzergruppen. Die Preisänderungen fallen in den einzelnen Spannungsebenen und den verschiedenen Verbrauchsbereichen entsprechend den Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung je nach Netzinanspruchnahme durch die Kunden unterschiedlich hoch aus.

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