Personalie

Weiter Suche nach RAG-Stiftungschef: Müller noch nicht nominiert

Der Vorsitz der künftigen RAG-Stiftung ist weiter offen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm einen Bericht zurück, wonach das Kanzleramt einen Kompromiss gefunden habe und Werner Müller Chef der Stiftung werden solle. Bislang sei noch keine Entscheidung gefallen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin/Düsseldorf (ddp/sm) - Wie die "Rheinische Post" (Samstagausgabe) unter Berufung auf das Kanzleramt berichtete, solle der Chef des RAG-Konzerns, Werner Müller, Präsident des Kuratoriums und damit Chef der Stiftung werden. Wilhelm wies das "mit Nachdruck" zurück. "Die Meldung trifft nicht zu. Es ist überhaupt noch keine Entscheidung gefallen", unterstrich der Regierungssprecher. Die Bergbau-Stiftung soll dem Kohlekompromiss von Anfang Februar zufolge vom Ruhrgebietskonzern RAG alle defizitären Zechen übernehmen.

Die Altlasten der Kohle, die Pensionszusagen für die Beschäftigten im Bergbau und die ständige Entwässerung der Gruben, wird die Stiftung aus den Erlösen des Börsengangs oder des Verkaufs des weißen Bereichs der RAG finanzieren.

Die personelle Zusammensetzung der neuen Stiftung war bis zuletzt umstritten. So drängte insbesondere Nordrhein-Westfalen auf einen politikfernen Vorsitzenden der Bergbau-Holding. Nach der Absage des früheren ThyssenKrupp-Chefs Gerhard Cromme fehlte indes ein geeigneter Gegenkandidat für Müller. SPD und die Gewerkschaft IG BCE hatten sich bereits vorher für den Ex-Bundeswirtschaftsminister Müller ausgesprochen.