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19.05.2011, 11:43 Uhr

Strom-News

Umstritten

Weiter Streit um AKW Isar 1

Wegen Mängeln beim Schutz gegen Flugzeugabstürze deutete Umweltminister Norbert Röttgen am Dienstag das Aus zumindest für vier Alt-Reaktoren an. Das bayerische AKW Isar 1 bei Landshut gehört nicht dazu - was erneut für Kritik sorgte, auch und insbesondere in Oberösterreich.

Berlin/Linz/Landshut (dapd/red) - Laut den so genannten Stresstests der Reaktorsicherheitskommission haben die Altmeiler Biblis A und B, Brunsbüttel und Philippsburg 1 keinen baulichen Schutz gegen Flugzeugabstürze. Die Kraftwerke Unterweser, Isar 1 und Neckarwestheim sind nur wenig besser geschützt, erfüllen aber zumindest die Schutzanforderungen der Stufe eins von drei.

Oberösterreich droht mit Klage wegen Isar 1

Unterdessen hat die oberösterreichische Landesregierung ihre Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Kernkraftwerks Isar 1 bei Landshut erneuert, ebenso wie die Opposition im bayerischen Landtag. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober forderte am Mittwoch in Linz von deutscher Seite eine sofortige Entscheidung. Andernfalls würden mehrere österreischische Bundesländer den Klageweg beschreiten, drohte der Grünen-Politiker.

Kraftwerk Ob der umstrittene Meiler Isar 1 endgültig vom Netz geht, ist noch unklar.

Kritisch: Die Nähe zum Flughafen

Der Prüfbericht der deutschen Reaktorsicherheitskommission habe bestätigt, dass das derzeit abgeschaltete Kraftwerk dem Absturz eines mittelgroßen Verkehrsflugzeug nicht standhalten würde, sagte der Landesrat. Anschober zufolge sei dies "angesichts der Nähe zur Einflugschneise des Flughafens München ein verantwortungsloses Risiko." Isar 1 liegt weniger als 100 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Oberösterreich entfernt.

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