Gänsebratenspitzen

Weihnachtsbeleuchtung: Geldbeutel und Umwelt schonen

Das Heidelberger IfED Institut für Energiedienstleistungen GmbH hat den Stromverbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung in Deutschland erneut abgeschätzt. Demnach werden in den privaten Haushalten hierfür mindestens 409 Millionen Kilowattstunden verbraucht.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Heidelberg (red) - "Damit könnten etwa 141 000 Haushalte ein Jahr lang ihren Strombedarf decken", kommentierte Rüdiger Winkler, Leiter des IfED. Die Städte und Gemeinden in Deutschland benötigen für die weihnachtliche Illumination hingegen nur etwa zehn Millionen Kilowattstunden.

Damit würden in Deutschland also mindestens 420 Millionen Kilowattstunden für die Weihnachtsbeleuchtung verbraucht, was dem Jahresverbrauch eines größeren Flughafens entspricht, erläuterte das IfED. Angesichts der deutlichen Energiepreissteigerungen empfehlen die Heidelberger Experten bei der Weihnachtsdekoration möglichst stromsparende Beleuchtungsvarianten. Auch auf Zeitschaltuhren sollte keinesfalls verzichtet werden, das schone den Geldbeutel und die Umwelt.

Der mittlere Stromverbrauch einer einzigen Lichterkette im privaten Bereich liegt laut IfED über die gesamte Weihnachtszeit bei etwa 21 Kilowattstunden. Das koste knapp vier Euro für den festlichen Glanz vor der eigenen Haustür oder am Fenster. Lichtschläuche würden allerdings das fünf- bis sechsfache verbrauchen, mahnt die IfED. Und auch die Städte könnten bei der Weihnachtsbeleuchtung durch energiesparende Techniken viel Energie einsparen. So setze beispielsweise die Stadt Zürich in diesem Jahr erstmals stromsparende LED-Lichterketten ein und verringere dadurch den Verbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung um 85 Prozent.

Von der Illuminationsbegeisterung der Amerikaner seien wir allerdings doch noch ein ganzes Stück entfernt, erklärte Winkler. Dort durfte in den vergangenen Jahren in einigen Orten die Weihnachtsbeleuchtungen wegen der Stromknappheit nicht vor 20 Uhr eingeschaltet werden. "Kein Grund zur Besorgnis", meint Winkler, "die Weihnachtsbeleuchtung arbeitet ohnehin nur in Zeiten, wo Stromnetze und Kraftwerke weniger belastet sind. Amerikanische Verhältnisse haben wir in Deutschland deshalb nicht zu befürchten."