4Tage-Woche

Wegen Stromknappheit verkürzt Venezuela die Arbeitswoche

Wegen der Stromknappheit wird es in Venezuela ein paar arbeitsfreie Tage mehr geben. Präsident Nicolás Maduro will so dem Strommangel entgegenwirken, der seiner Meinung nach hauptsächlich mit dem Klima zusammenhängt. Die Opposition sieht die Gründe für den Missstand bei der Regierung selbst verortet.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Caracas - In Venezuela ist die Arbeitswoche der Staatsangestellten wegen der krassen Stromknappheit auf vier Tage gekürzt worden. Präsident Nicolás Maduro kündigte über eine Fernsehansprache an, dass während April und Mai alle Staatsstellen freitags schließen werden.

"Wir werden lange Wochenenden haben", sagte Maduro in seiner Ansprache am Mittwochabend (Ortszeit). Auch die Industrie werde verpflichtet, ihren Stromkonsum um 20 Prozent zu verringern.

Mehrere Ursachen für die Stromknappheit?

Der Staatschef machte den Klimawandel und das Klimaphänomen "El Niño" für die Stromknappheit verantwortlich. Der Wasserstand im Guri-Stausee des größten Kraftwerks Venezuelas hat wegen der Dürre einen Rekordtiefpunkt erreicht. Die Opposition wirft jedoch der Regierung vor, mit Investitionsmangel und Misswirtschaft die Energiekrise verursacht zu haben.

Opposition kritisiert die Ankündigung

"Maduro hat nie selbst gearbeitet, deshalb ist es normal, dass er Feiertage verordnet", schrieb Oppositionsführer Henrique Capriles auf Twitter. Der Präsident zeige erneut seine Unfähigkeit zum Regieren. Die Opposition will mittels ihrer Mehrheit im Parlament zu einem Referendum über die Absetzung Maduros aufrufen.

Quelle: DPA