Kooperation mit Schulen

WEG will Facharbeitermangel in Erdöl- und Erdgasindustrie entgegenwirken

Die Zahl der Arbeitsplätze in der deutschen Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie ist im ersten Quartal 2008 weiter angestiegen. Jedoch beklagt der WEG einen Facharbeitermangel in der Branche und will nun junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften begeistern. Die verstärkten Förderaktivitäten der deutschen Erdöl- und Erdgasindustrie wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche sei im ersten Quartal 2008 weiter gestiegen, teilte der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - Mit 7.666 Mitarbeitern in den WEG-Mitgliedsunternehmen liege die Zahl der Beschäftigten auf dem höchsten Stand seit Anfang der neunziger Jahre, innerhalb eines Jahres seien 600 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Entwicklung sei auf die gestiegenen Aktivitäten zur Suche und Erschließung von Lagerstätten zurückzuführen, hieß es. Das habe auch zu mehr Beschäftigung in der Dienstleisterindustrie der Branche geführt.

Der von vielen Technologiebranchen beklagte Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern ist auch in der deutschen Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie zu spüren, so der WEG. Deshalb habe die Branche gemeinsam mit dem Land Niedersachsen in einem Pilotprojekt eine neue Form der Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen entwickelt, um junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern.

Rund 100 Schüler konnten im laufenden Schuljahr im Seminarfach der gymnasialen Oberstufe praktische Einblicke in die Tätigkeit der Erdöl- und Erdgasproduktion gewinnen. Im Rahmen dieser Kooperation schreiben die teilnehmenden Schüler an den vier beteiligten Gymnasien derzeit ihre Facharbeiten zu Themen aus dem Bereich der Erdöl- und Erdgasproduktion.