Bundesnetzagentur

Wechsel von Stromzähler-Anbieter soll einfacher werden

Strom- und Gaskunden sollen sich bei einem Wechsel ihres Stromzähler-Anbieters künftig auf feste Regeln verlassen können. Damit will die Bundesnetzagentur den Wettbewerb bei neuen Stromzählern in Schwung bringen. Bislang wurde der Verbrauch vom örtlichen Versorger abgelesen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (afp/red) - Künftig soll es maximal drei Wochen dauern, um zu einem neuen Anbieter zu kommen, wie aus einem am Dienstag von der Bundesnetzagentur in Bonn veröffentlichten Entwurf zur Vereinheitlichung der entsprechenden Geschäftsprozesse hervorgeht.

Zudem soll es künftig ein automatisches Verfahren mit einem einheitlichen Datenformat geben, um die Messwerte zwischen Zähler-Betreiber und Versorger auszutauschen. Zunächst haben die Versorger und Zähler-Anbieter vier Wochen Zeit, um Stellung zu dem Entwurf der Netzagentur zu nehmen.

Kunden können Anbieter von Stromzähler wählen

In der Vergangenheit wurde der Verbrauch stets von der Firma abgelesen, die den Kunden auch mit Strom und Gas versorgte. Mit der Liberalisierung des Messwesens ist die Beschränkung seit kurzem weggefallen. Kunden können ihren Verbrauch nun auch von anderen Anbietern ablesen lassen.

Weg frei für intelligente Stromzähler

Für Verbraucher besonders interessant dürften die sogenannten intelligenten Stromzähler sein, die derzeit auf den Markt kommen. Mit ihnen kann der Kunde sehen, wie viel Strom oder Gas er gerade mit welchen Tätigkeiten verbraucht und sein Handeln entsprechend ändern.