Schwierige Einsparziele

WEC: Energiebedarf könnte sich bis 2050 verdoppeln

Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen weltweit drastisch gesenkt werden, doch bei dem wachsenden Energiehunger dürfte dieses Ziel schwierig werden. Laut einer Studie des Weltenergierates WEC könne sich der globale Energiebedarf bis zur Mitte des Jahrhunderts um 70 bis 100 Prozent erhöhen.

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Rom (red) - Laut dem WEC könnte sich die weltweite Nachfrage nach Kohle, Öl, Gas und Strom bis 2050 also im schlimmsten Fall verdoppeln. Grundlage der Berechnungen sei, dass rund ein Drittel der Menschheit keinen Zugang zu Elektrizität habe, sondern mit Holz koche und heize, berichtet Spiegel online. Wenn auch diese Menschen mit Energie versorgt werden, würde sich der weltweite Energieverbrauch drastisch erhöhen.

Damit wäre das Ziel, den Kohlendioxidausstoß bis 2050 zu halbieren, wohl kaum erreichbar. Bis 2020 oder 2030 könne es lediglich gelingen, den Ausstoß zu reduzieren. Energiekonzernen kommen die Ergebnisse der Studie jedoch gerade recht. "Um die Herausforderung zu bestehen, ist völlige technologische Offenheit notwendig", zitiert Spiegel Online den E.ON-Manager Johannes Teyssen. Erneuerbare Energien sowie Atomenergie müssten eine größere Rolle spielen.

Eine neutrale Meinung kann der WEC jedoch nicht widerspiegeln, denn die Mitglieder seines deutschen Ablegers, des Deutschen nationales Komitee des Weltenergierates (DNK), sind die vier großen Energiekonzerne sowie das Deutschen Atomforum.

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