Innovativ

WDK-Prozess: Hocheffiziente Kraftwerkstechnologie steigert Wirkungsgrad

Sächsischen Wissenschaftlern und Ingenieuren ist nach mehrjähriger Forschung die Entwicklung eines hocheffizienten Kraftwerksprozesses gelungen. Mit dem "Wasser-Dampf-Kombi-Prozess" können Kraftwerke einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent erreichen. Er wird durch die Kombination des Gas- und Dampfkraftprozesses bei sehr hohen Arbeitstemperaturen erreicht.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Durch die Liberalisierung des Strommarktes verschärft sich der Wettbewerb unter den Energieversorgern. Zunehmender Kostendruck und begrenzte Energieressourcen zwingen die Kraftwerksbetreiber die Effizienz ihrer Anlagen weiter zu erhöhen, um dem steigenden Wettbewerbsdruck standzuhalten. Gleichzeitig müssen zunehmend strenge Umwelt- und Klimaschutzrichtlinien eingehalten werden. Jährlich werden in der Industrie deshalb große Summen ausgegeben, um auch nur geringe Steigerungen des Wirkungsgrades zu erzielen.

Sächsischen Wissenschaftlern und Ingenieuren ist nach mehrjähriger Forschung die Entwicklung eines hocheffizienten Kraftwerksprozesses gelungen. Mit dem "Wasser-Dampf-Kombi-Prozess" (WDK-Prozess) werden Kraftwerke in Zukunft einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent erreichen. Dies entspricht einer Steigerung von mindestens 25 Prozent gegenüber allen zurzeit im Betrieb befindlichen Anlagen. Sie wird durch die Kombination des Gas- und Dampfkraftprozesses bei sehr hohen Arbeitstemperaturen erreicht.

Kraftwerke, die auf dem WDK-Prozess basieren, können sowohl mit fossilen als auch mit nachwachsenden Brennstoffen betrieben werden. Dabei sinken der Brennstoffbedarf und die Schadstoffemissionen um etwa ein Viertel im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken. Des weiteren kann der WDK-Prozess mit einer Wärme-Kraft-Kopplung kombiniert werden.

Nachdem die Machbarkeit durch Gutachten renommierter Wissenschaftler und in Computersimulationen bestätigt worden ist, wird in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit Universitäten die Referenzanlage für den WDK-Prozess mit einer geplanten Leistung von etwa zehn Megawatt gebaut.

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