Umstrittene CCS-Technik

Wasserwirtschaft warnt vor Gefahren von CO2-Speicherung

Die Speicherung von Kohlendioxid in tiefen Gesteinsschichten würde nach Ansicht der norddeutschen Wasserwirtschaft zu unkalkulierbaren Risiken für das Trinkwasser führen. Die umstrittene Speichertechnik könnte dem Verband zufolge zu einer "irreversiblen Kontamination" des Grundwassers mit Schadstoffen führen.

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Hamburg (afp/red) - In einer Stellungnahme warnen die Unternehmen die Bundesregierung laut einem Bericht des Magazins "Spiegel" davor, entsprechende Pläne der Stromkonzerne zu genehmigen. Mit Hilfe der umstrittenen CCS Speichertechnik soll Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch gelagert werden, um so das Klima zu schützen.

Nach Ansicht der Wasserversorger führt die unterirdische Lagerung von CO2 aber zu einer Verdrängung des stark salzhaltigen Wassers aus tiefen Schichten. Die Folge sei, dass es "möglicherweise zu einer Versalzung und irreversiblen Kontamination des Grundwassers mit Schadstoffen" komme, hieß es laut "Spiegel" in der Stellungnahme. "Sämtliche Wasserversorgungsunternehmen wären davon betroffen und damit auch alle versorgten Einwohner", warnen demnach die Wasserversorger.