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PremiereMit der symbolträchtigen Erstbetankung von Brennstoffzellenautos ist am Mittwoch die bundesweit erste mit regenerativ hergestelltem Wasserstoff betriebene Tankstelle in Berlin-Mitte eröffnet worden. Der Antrieb mit Wasserstoff gilt aus mehreren Gründen als Antriebstechnologie der Zukunft.
Berlin (dapd/red) - Total-Deutschland Geschäftsführer Hans-Christian Gützkow sprach von einem "wichtigen Meilenstein" und einem "gewaltigen Schritt in Richtung Energiewende".
Gewonnen wird der an der Total-Station angebotene Wasserstoff mittels Elektrolyse, also der Aufspaltung von Wasser in Sauer- und Wasserstoff. Produziert wird der Treibstoff CO2-neutral mithilfe von Windenergie in einem Enertrag-Hybridkraftwerk im uckermärkischen Prenzlau. "Genau in dieser Kombination macht Wasserstoff Sinn", sagte Ministerialdirigent Berthold Goeke, im Bundesumweltministerium zuständig für erneuerbare Energien.
Wasserstoff gilt aus einer Reihe von Gründen als alternativer Antrieb der Zukunft: Anders als batterieelektrische Fahrzeuge ist die Reichweite von Brennstoffzellenautos nicht auf maximal 100 Kilometer beschränkt. Die im Testeinsatz befindlichen Vorserienfahrzeuge können nach Herstellerangaben bis zu 500 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen.
Die Fahrzeuge sind Teil der Testflotte der Initiative Clean Energy Partnership (CEP), der neben Automobilherstellern wie Opel, Daimler, VW und BMW auch Energiekonzerne wie Vattenfall und der Wasserstoffproduzent Linde angehören. Das bis 2016 angelegte Pilotprojekt ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP), das von Bundesregierung und Industriepartnern mit jeweils 700 Millionen Euro gefördert wird.
Die Betankung von Brennstoffzellenautos dauert ähnlich wie an Benzin- oder Diesel-Zapfsäulen nur drei Minuten. Allerdings fehlt es derzeit noch an einem flächendeckenden Tankstellennetz. Nicht einmal 30 Stationen sind laut CEP bundesweit registriert. Lange Schlangen vor der Zapfsäule sind auch an der neuen Tankstelle in Berlin nicht zu erwarten: Gerade einmal 50 Brennstoffzellenautos sind derzeit zu Testzwecken in der Hauptstadt unterwegs.
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