Strom-News
Erneuerbare EnergienEines der modernsten Wasserkraftwerke Europas ist jetzt offiziell in Betrieb: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die Schweizer Energieministerin Doris Leuthard weihten das knapp 400 Millionen Euro teure Projekt in Rheinfelden am Donnerstag ein.
Rheinfelden (dapd/red) - "Wir müssen zeigen, dass wir die Ziele, die wir uns beim Umstieg auf regenerative Energien gesetzt haben, auch erfüllen können", sagte der Regierungschef. Die grün-rote Landesregierung hatte beim Antritt im Frühjahr angekündigt, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 von derzeit 15 auf 40 Prozent zu erhöhen.
Das Kraftwerk in der Grenzstadt vor den Toren Basels verfügt über vier Turbinen, die die Kraft des Rheins zur Stromerzeugung nutzen. Die Anlage von Energiedienst AG, EnBW und Axpo AG soll etwa drei Mal so viel Ökostrom erzeugen wie das Vorgängermodell.
"Es ist ein guter Tag für die erneuerbaren Energien", sagte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis. Wasserkraft verkörpere Tradition und Zukunft zugleich. Er kündigte an, dass EnBW weiterhin in erneuerbare Energien investieren wolle. Zugleich warnte Villis: "Eine Energiewende braucht Zeit und muss zudem klug, nachhaltig und wirtschaftlich angegangen werden."
(Foto / Abb.: Gieri / Fotolia.com)
Die Energiewende sei keine nationale Angelegenheit, sondern ermögliche die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, sagte Kretschmann. Mit dem Bau des modernsten europäischen Laufwasserkraftwerks werde ein Signal für die Zukunft gesetzt. Man stehe an der "Schwelle zu einer tiefgreifenden Energiewende". Wasser sei nicht nur die älteste Art der Energiegewinnung, die auch noch Umwelt und Klima schone, sondern sie trage auch zur Sicherheit der Stromgewinnung bei.
Leuthard nannte das neue Wasserkraftwerk ein "Meisterstück der Ingenieurskunst", das beispielhaft für Nachhaltigkeit stehe. Ökologische und ökonomische Interessen seien bei dem länderübergreifenden Projekt in Einklang gebracht worden. Mit solchen Werken könne man zur "Batterie Europas" werden. Rund zwölf Millionen Euro wurden nach Betreiberangaben in Renaturierungsmaßnahmen investiert, die Einschnitte in die Natur wieder ausgleichen sollen. So wurden Uferverbauungen entfernt und Fischaufstiegsgewässer errichtet. Die Arbeiten sollen 2012 abgeschlossen werden.
Das neue Wasserkraftwerk ging nach knapp acht Jahren Bauzeit bereits im Dezember 2010 ans Netz. Aufgrund des niedrigen Wasserstands des Rheins erreichte es laut Betreiberangaben jedoch erst kürzlich die volle Leistung von 100 Megawatt. Es soll künftig rund 170.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Google erntet schon seit längerem Kritik am hohen Stromverbrauch des Konzerns. Jetzt hat man den eigenen Energiebedarf offengelegt und versucht, sich vom Image des Klimakillers zu befreien. Das Unternehmen engagiert sich zudem für erneuerbare Energien wie Windkraft und Solarenergie.
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen fördert ab sofort die Windkraft. Der Anteil der Windenergie soll bis 2020 auf 15 Prozent steigen. Damit das funktioniert sollen aber keine Tausende neue Windräder aufgestellt werden, sondern auch alte Anlagen ersetzt werden.
Das überarbeitete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht eine stärkere Förderung von Geothermie-Anlagen vor. Diese sollen einen einheitlichen Zuschuss bekommen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die Erdwärme-Anlagen auch Abwärme nutzen – ein Beschluss, der für Kritik sorgt.
Der Energieversorger Ente Vasco de la Energía (EVE) feierte die offizielle Inbetriebnahme des Wellenkraftwerks Mutriku - weltweit das erste, das sich in kommerziellem Betrieb befindet. Die Hafenstadt Mutriku befindet sich an der baskischen Küste zwischen San Sebastián und Bilbao.
Ein neues Online-Portal der Agentur für Erneuerbare Energien gibt Aufschluss über den prozentualen Anteil erneuerbarer Energien am produzierten Strom der Bundesländer. Dabei zeigt sich, dass Ostdeutschland die Nase vorn hat, den größten Anteil an Erneuerbaren produziert Mecklenburg-Vorpommern.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!