Wohnungsflucht

Was Deutsche tun, um zu Hause nicht frieren zu müssen

Eine Umfrage ergab, dass 40 Prozent der Deutschen versuchen, mit alternativen Methoden Heizkosten zu sparen. Doch damit ist nicht nur gemeint, sich wärmer anzuziehen. Um nicht zu frieren, tragen einige Stiefel in der Wohnung oder fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln herum.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Von den 40 Prozent, die angaben, durch alternative Methoden Heizkosten zu sparen, ziehen sich 70 Prozent warme Kleidung an oder benutzen Decken, um sich in der Wohnung warmzuhalten. Ein Viertel, in Ostdeutschland sogar ein Drittel, trägt Stiefel oder gar Moonboots, um weniger für Gas und Heizöl ausgeben zu müssen.

Lampen und Kerzen als Wärmequellen

Elf Prozent der Befragten, die selber versuchen, etwas gegen die hohe Nebenkostenabrechnung zu tun, schalten Lampen und andere elektrische Wärmequellen häufiger an oder benutzen Kerzen. Erschreckend ist, dass einige der Befragten sich sogar lieber außerhalb der Wohnung aufhalten, als in den eigenen vier Wänden zu frieren. Zwischen drei und fünf Prozent gaben an, dass sie öfter in geheizten öffentlichen Verkehrsmitteln herumfahren oder sich in öffentlichen Räumlichkeiten aufhalten, um die kalte Wohnung zu meiden.

Flucht ins Kaufhaus und in die S-Bahn

Dabei hält man sich gern in Kaufhäusern oder Ämtern auf, auch wenn dort nichts zu tun ist. Von denen, die mit Bus und S-Bahn länger als nötig unterwegs sind, ist etwa die Hälfte älter als 50 Jahre. Die Umfrage unter 1000 Personen wurde vom Partnerportal partnersuche.de veranlasst und von tns emnid durchgeführt.