Top oder Flop

Was bringt die Energieeinsparverordnung (EnEV)?

Der Energiesparclub will Verbraucher zum Energie sparen und Modernisieren beraten. Aktuell informiert der Club über die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Gebäude und ob diese so viel bringt, wie sie verspricht. Die Verordnung soll durch Baumaßnahmen den Energieverbrauch von Gebäuden senken.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) – Der Energiesparclub ist eine Kampagne für Verbraucher, um dauerhaft zum Energie sparen zu motivieren. Jeder kann sich auf der Homepage kostenlos ein Energiesparkonto einrichten, um zu überprüfen, wie effizient Sparmaßnahmen tatsächlich waren. Außerdem stehen dem Nutzer auch viele Tipps zum Energie sparen und Modernisieren von Gebäuden zur Verfügung. Unterstützt wird die Kampagne u.a. durch das Bundesumweltministerium.

Energie sparen mit staatlicher Förderunger

Der Energiesparclub bewertet nun die Energieeinsparverordnung (EnEV). Diese Verordnung tritt ab dem 1. Oktober bundesweit in Kraft und verschärft die Anforderungen an Wohnungen und Häuser. Der Club zeigt, wie Hausbesitzer und Bauherren von staatlichen Förderungen profitieren können. Außerdem zeigt ein Interview mit Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund und Gerold Happ von Haus & Grund, dass Mieter und Hausbesitzer bei der Beurteilung der EnEV meist auseinander liegen. Dass aber die EnEV und deren Vorgänger erfolgreich waren, zeigt eine Auswertung der co2online GmbH von 350.000 Gebäudedaten.

Halbierter Energieverbrauch seit 1977

Demnach ist der jährliche Energieverbrauch von Häusern seit 1977 fast um die Hälfte zurückgegangen. Bei Gebäuden, die vor 1978 gebaut wurden, liegt er bei durchschnittlich 157 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche. Für Gebäude, die gemäß der EnEV 2001 gebaut wurden, sind es nur 85 Kilowattstunden. Somit ist das Baujahr zwar ein Erklärung, aber kein Grund für einen überhöhten Energieverbrauch.