Tipp für Bauherren

Warum Flächenheizungen Kosten und Klima verbessern

Flächenheizungen wie Fußboden- und Wandheizungen erhöhen den Wohnkomfort und sparen Energie. Das hat mit der Verteilung und dem Grad der Strahlungswärme zu tun. Inzwischen sind Fußbodenheizungen durchaus auch für Altbauten geeignet.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp/red) - Weil der menschliche Körper die von diesen Heizungen abgegebene Strahlungswärme sofort wahrnimmt, kann die Temperatur um zwei bis drei Grad niedriger eingestellt werden als bei herkömmlichen Heizkörpern. Bei letzteren sammelt sich die abgestrahlte Wärme unter der Decke, am Fußboden sind die Temperaturen dagegen vergleichsweise niedrig, erklärt Ralf Palm von der BHW Bausparkasse.

Zudem kämen die Flächenheizungen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus. Daher ließen sie sich gut mit einer Wärmepumpe betreiben. Ein weiterer Vorteil sei die Hygiene. Im Unterschied zu Radiatoren wirbelten großflächige Heizungen keinen Staub auf, und durch die gleichmäßige Wärmeverteilung würden Hausstaubmilben und Schimmelpilzbildung verhindert.

Für Altbauten galt die Fußbodenheizung lange Zeit als tabu, sagt Palm, weil der früher übliche Nass-Estrichbelag für manche Balkendecke zu schwer war. Inzwischen gebe es verschiedene Trockensysteme, die bestens für Sanierungen geeignet sind.

Auch eine Wandheizung könne als Alternative zur Fußbodenheizung in Verbindung mit einem Lehmputz für eine gesunde Strahlungswärme und ein angenehmes Raumklima sorgen, so Palm. Wer sich für eine Wandheizung entscheide, müsse jedoch berücksichtigen, dass die Heizfläche nicht mit Möbeln verstellt wird.