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EnergiewendeLängere Laufzeiten für Atomkraftwerke könnten den Ausbau der Windenergie um Jahre verzögern, warnen Experten. Denn nur die großen Energiekonzerne können sich den Bau der teuren Offshore-Windparks leisten. Jedoch können sie mir ihren alten Atommeilern mehr Geld verdienen als mit dem Strom vom offenen Meer.
Hamburg (red) - Offshore-Windparks ist der Nord- und Ostsee sollen künftig 12.000 Metawatt Strom liefern, etwa so viel, wie zwölf mittelgroße Atomkraftwerke erzeugen. Doch der Bau von Windkraftanlagen auf hoher See sehr teuer. Nach Angaben von Spiegel Online kann ein einziges Windrad rund zehn Millionen Euro kosten.
Kleine Unternehmen können sich solche Projekte nicht leisten, sondern nur die Großkonzerne. Allerdings sind es gerade die vier großen Energiekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW, die auch die deutschen Atomkraftwerke betreiben. Sollten deren Atommeiler nun länger am Netz bleiben dürfen, werden es die Konzerne mit dem Ausbau der Windenergie nicht besonders eilig haben, sagt Ulf Gerder vom Bundesverband Windenergie gegenüber Spiegel Online.
Denn laut dem Erneuerbare-Enerigen-Gesetz hat der Strom aus Windkraft vorrang gegenüber konventionellen Energien. D.h. je mehr Windstrom durch deutsche Stromleitungen fließt, desto weniger Platz bleibt für Kohle- und Atomstrom - der jedoch höhere Gewinne abwirft. Damit bedeute der Ausbau von Windenergie weniger Geld in der Kasse der Konzerne.
Wie Spiegel Online weiter berichtet, bemerkte auch das Bundesumweltministerium, dass WIndkraft-Großprojekte von E.ON, Vattenfall und RWE schon seit längerem keinen Fortschritt machen. Auch der Ausbau der Stromnetze, der für den Offshore-Windstrom nötig wäre, finde bisher nicht statt, so Gerder. Bei einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten, "wird es in absehbarer Zeit keinen nennenswerten Ausbau der Windkraft auf dem Meer geben", meint auch Grünen-Fraktionsvizechefin Bärbel Höhn.
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