Haftungsfragen

Warnung vor Photovoltaik-Anlagen mit Steckern

Der Elektrotechnikverband VDE weist darauf hin, dass Solaranlagen, die man einfach in die Steckdose stecken kann, nicht den Vorschriften entsprächen. Man könne eine Solaranlage, die Strom erzeugt, nicht gleichsetzen mit einem Toaster oder einer Heizdecke. Deshalb hafte der Nutzer bei möglichen Unfällen und Bränden selbst.

Solarenergie© Thomas Otto / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Solaranlagen, bei denen der Strom einfach per Schutzkontakt-Stecker über die Steckdose in den heimischen Stromkreislauf eingespeist wird, entsprächen nicht den Vorschriften. Zwar möge der Stecker beim Nutzer den Eindruck erwecken, dass er die Anlagen durch einfaches Anschließen selbst in Betrieb nehmen kann, ohne Unfall- und Haftungsrisiken einzugehen. Doch: Das Einstecken eines elektrischen Erzeugungsgerätes in die Steckdose sei nicht mit dem Einstecken eines elektrischen Verbrauchsgerätes zu vergleichen und nach einer DIN-Sicherheitsnorm unzulässig.

Nutzer haftet bei Bränden selbst

Beim Anschluss von Stromerzeugern an die Steckdose können vorhandene Schutzorgane der häuslichen Elektroinstallation wie zum Beispiel Sicherungen ihre Schutzfunktion dem Verband zufolge nicht mehr im vollen Umfang erfüllen, da sie den in die Steckdose rückgespeisten Strom nicht erkennen und auf ihn nicht ordnungsgemäß reagieren könnten. Aus diesem Grund könne es bereits kurz nach dem Einstecken des PV-Moduls zu einer Überlastung des Stromkreises und zu Bränden kommen. Nicht nur deshalb sei es anzuraten, so der VDE, bei der Installation von Photovoltaik-Anlagen stets auf fachkundige Personen zu setzen.