Trend verschärft sich weiter

"Warme Nebenkosten" steigen schneller als Kaltmiete

In den vergangenen acht Jahren stiegen die "warmen" Nebenkosten um fast 32 Prozent, während die Kaltmiete im gleichen Zeitraum lediglich um ein Zehntel zulegte, ergaben Berechnungen des MDR-Magazins "Umschau" auf der Grundlage amtlicher Zahlen. Dieser Trend wird sich im kommenden Jahr wohl noch verschärfen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/sm) - Heizung und Strom belasten in wachsendem Maße die Haushaltskasse. In den vergangenen acht Jahren stiegen die "warmen" Nebenkosten um fast 32 Prozent, während die Kaltmiete im gleichen Zeitraum lediglich um ein Zehntel zulegte, ergaben Berechnungen des MDR-Magazins "Umschau" auf der Grundlage amtlicher Zahlen.

Nach Einschätzung von Kai Warnecke, Mietrechtsexperte des Bundesverbandes der Haus- und Grundstückseigentümer, wird sich dieser Trend im kommenden Jahr noch verschärfen. Er rechne damit, dass sich die Mietnebenkosten "noch einmal um zehn Prozent verteuern, insbesondere wegen der hohen Energiepreise", sagte Warnecke.

Während sich der Strom in den vergangenen acht Jahren laut MDR bundesweit um etwas mehr als 19 Prozent verteuerte, kletterte der Preis für Heizöl in diesem Zeitraum um mehr als 50 Prozent. Die Steigerung beim Gaspreis habe bei rund 43 Prozent gelegen, wobei jedoch je nach Versorger regional starke Schwankungen zu verzeichnen waren. Das Magazin (Sendezeit Dienstag 20.15 Uhr) bezieht sich auf Recherchen des Leipziger Branchendienst "Brennstoffspiegel und Mineralölrundschau".