Strom-News
GartennutzungViele Deutsche haben bereits eine Solaranlage auf ihrem Hausdach. Auch die Erzeugung von Strom durch private Windkraftanlagen im eigenen Garten soll jetzt einfacher werden. Doch neben den geltenden Gesetzen gibt es auch noch eine Reihe praktischer Dinge, die zu beachten sind.
Düsseldorf (red) - Nachdem viele Privathaushalte über eigene Solaranlagen verfügen, soll in Zukunft auch das Aufstellen einer privaten Windenergieanlage vereinfacht werden. In Nordrhein-Westfalen sind die Kommunen jetzt angehalten, das Genehmigungsverfahren für die Installation deutlich zu vereinfachen. Zumindest schreibt dies der neue Windenergie Erlass der NRW-Landesregierung vor.
Allerdings sollte man einige Dinge berücksichtigen, bevor man sich eine Windkraftanlage in den Garten stellt. So empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, dass man sich vor dem Bau der Anlage auf jeden Fall erst einmal bei der zuständigen Kommune nach den baulichen und rechtlichen Auflagen erkundigt. Außerdem muss man sich gut über den möglichen Standort informieren.
Dabei gilt: Je mehr Wind, desto besser, denn bereits die doppelte Windgeschwindigkeit steigert den Energiegewinn um das Achtfache. Um sich zu informieren, kann man beispielsweise die Windkarten des Deutschen Wetterdienstes zu Hilfe nehmen. Der Wind sollte zudem den Rotor aus allen Richtungen erreichen können - daher muss dieser mögliche Hindernisse in der näheren Umgebung überragen.
Auch kleine Windkraftanlagen im heimischen Garten arbeiten natürlich nicht geräuschlos. Daran sollte man unbedingt denken und sich im Vorhinein erkundigen, ob die mögliche Geräuschentwicklung den lokalen Auflagen entspricht. Außerdem muss eine rechnerische Vorhersage erstellt werden, welche Schallimissionen zu erwarten sind. Für den "Hausgebrauch" sind Anlagen mit bis zu 50 Metern Höhe und bis zu 30 kW Nennleistung zugelassen. So kann man auch den bestehenden Hausanschluss nutzen. Eine Windkraftanlage lohnt sich vor allem dann, wenn ein Großteil der erzeugten Energie in den eigenen Haushalt fließt. Zwar kann man, genau wie bei den Solaranlagen, überschüssige Energie ins allgemeine Stromnetz einspeisen, die Vergütung orientiert sich derzeit jedoch immer noch nach den großen Windenergieanlagen und rentiert sich daher, berücksichtigt man die hohen Anschaffungskosten, nur in geringem Maße.
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