Studie

Wärmepumpenstrom boomt weiterhin

Die Anzahl der Wärmepumpen ist in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Allein in 2009 wurden rund 55.000 neue Wärmepumpen installiert - nicht zuletzt wegen der hohen Fördermittel. Eine neue Studie geht davon aus, dass Wärmepumpenstrom den Klassikern Erdöl und Erdgas weiter einheizen wird.

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Bremen (red) - Darüber informiert trend:research in der neuen Studie "Der Markt für Wärmepumpen in Deutschland bis 2020". Dieser Boom wurde unter anderem durch Fördermaßnahmen der Bundesregierung zur Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt unterstützt. Auch zukünftig wird diese Heiztechnologie die etablierten Energieträger Erdöl und Erdgas – vorrangig bei Neubauten – weiter verdrängen und den Wandel im Wärmemarkt beschleunigen, sagen die Analysten.

Derzeit ist eine verstärkte Aktivität von Energieversorgern im Wärmepumpenmarkt festzustellen: So bieten gut 80 Prozent der aktuell befragten Energieversorger bereits ein spezielles Tarifmodell für Wärmepumpenstrom an, das eine höhere Rentabilität der Anlagen verspricht. Die Mehrzahl der übrigen Unternehmen plant diesen Schritt der Studie zufolge in den kommenden zwei Jahren. 38 Prozent der befragten EVU erwarten zudem, dass die Zahl der Anbieter von Wärmepumpenstrom in ihrem Versorgungsgebiet steigen und damit der Wettbewerb zunehmen wird.

Markttreiber bleiben nach Ansicht der befragten Experten die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Wiederaufnahme des Marktanreizprogramms sowie eine steigende Effizienz bei Neuanlagen durch höhere Jahresarbeitszahlen. Gebremst wird die Marktentwicklung durch hohe Investitionskosten im Vergleich zu konventionellen Heizungen (etwa für Bohrkosten bei der Nutzung von Erdwärme) und ein stellenweise angekratztes Image der Technologie durch mancherorts auftretende Gebäudeschäden.