Strombedarf

Wärmepumpen sind nicht immer lohnend

Wärmepumpen sind nicht automatisch effizient; eine Schnellschuss-Planung empfiehlt sich nicht. Für eine gute Energiebilanz müssen Hausbesitzer mehrere Bedingungen einhalten. Dazu gehört neben einer guten Planung vor allem eine Fußboden- oder Wandheizung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (dapd/red) - "Außerdem sollte die tatsächliche Effizienz der Anlage im Betrieb regelmäßig überprüft werden", sagt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg.

Dass Wärmepumpen wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft arbeiten können, daran bestünden kaum Zweifel. Doch wenn die Häuser keinen ausreichenden Dämmstandard haben, eine niedrige Vorlauftemperatur fehlt, wie sie Fußboden- oder Wandheizungen aufweisen, verbrauchen Wärmepumpen unnötig viel Strom.

"Neben den baulichen und planerischen Voraussetzungen sollten Hausbesitzer auf einen Wärmemengenzähler und einen separaten Stromzähler für die Wärmepumpenanlage achten", rät Martin Sawillion von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. So könnten sie selbst überprüfen, ob die Anlage in der Praxis gut arbeitet oder sich zur Kostenfalle entwickelt. "Ein Wärmemengenzähler ist auch deshalb sinnvoll, da ohne ihn keine Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA beantragt werden kann."