Reparaturbedarf

Wärmedämmung: Was über energetische Sanierung entscheidet

Wenn Wohnungs- oder Hauseigentümer eine Instandsetzung oder Sanierung planen, sollten bestimmte Kriterien beachtet werden. Teilweise ist eine "normale" Reparatur möglich, manchmal muss aber nach neuen Verordnungen energetisch saniert werden. Dabei greift nicht zuletzt das Kriterium der Wirtschaftlichkeit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (dapd/red) - Schneefreie Stellen auf dem Dach oder Eiszapfen an Dachrinnen sind oft ein Indiz dafür, dass die Wärmedämmung nicht stimmt. Ist das Dach reparaturbedürftig und wollen Wohnungseigentümer bei der Reparatur das Dach dämmen, können sie dies als modernisierende Instandsetzung mit einfacher Mehrheit beschließen, wie der Wohneigentümerverband Wohnen im Eigentum mitteilt. Allerdings müsse die Maßnahme wirtschaftlich sein und sich innerhalb von zehn Jahren amortisieren.

Müssen mehr als zehn Prozent der Dachfläche repariert oder erneuert werden, entfalle das Kriterium Wirtschaftlichkeit. Denn die Energieeinsparverordnung verlange in diesem Fall eine energetische Sanierung. Weil durch die Wärmedämmung eine gesetzliche Vorschrift erfüllt wird, handelt es sich dem Verband zufolge um eine Maßnahme ordnungsmäßiger Verwaltung, die mit einfacher Mehrheit beschlossen und von jedem einzelnen Eigentümer verlangt werden könne. Ist das Dach intakt, gelte die freiwillige Wärmedämmung als Modernisierung: Dann müssten drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer und mehr als die Hälfte aller Miteigentumsanteile zustimmen.

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