Veranstaltungshinweis

VWEW-Fachtagung informiert über Smart Metering

"Smart Methering in Deutschland" ist das Thema dieser zweitägigen, vom VWEW veranstalteten Fachtagung am 5. und 6. März in Düsseldorf. Sie beschäftigt sich unter anderem mit den Möglichkeiten der neuen Zähler. Neben den Fachvorträgen der namhaften Referenten findet eine begleitende Fachausstellung statt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Können die neuen Zähler wirklich eine umfassende Lösung bieten? Wie sehen Investitionsschritte, die Finanzierung und die Risiken aus. Was sagt der Regulierer zu dem Ansatz und wie passt die Rolle des Messstellenbetreibers in ein AMM Projekt? Die zweitägige VWEW-Konferenz mit dem Titel "Smart Metering in Deutschland" versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Kompetente Fachvorträge der namhaften Referenten sowie die begleitende Fachausstellung beleuchten das Thema Smart Metering umfassend. Viele Praxisbeispiele zeigen auf, was heute schon möglich ist und wie es sich rechnet.

Die Veranstaltung wendet sich an Vorstände und Geschäftsführer von Energieversorgungsunternehmen sowie Abteilungsleiter und Verantwortliche in den Bereichen Netzbetrieb, Abrechnung und Zählerwesen. Die Tagung findet am 5. und 6. März im Hilton Düsseldorf statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 1240 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. VDEW- und VDN-Mitglieder zahlen 980 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Aus der Veranstaltungsbeschreibung

Schon beim Aufbau der ersten Elektrizitätsnetze Ende des 19. Jahrhunderts war die adäquate Messung des Services ein wesentlicher Faktor. Heute, mehr als 100 Jahre später, zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Messung der modernen Energieversorgung ab. Während die bisherigen einfachen Zähler und Messgeräte für Haushalte und Massenkunden ausschließlich den Gesamtenergieverbrauch der Anlage aufzeichneten, ermöglichen neue Technologien von Haushaltszählern ein "Smart Metering", die zeitabhängige Aufzeichnung und Steuerung von Energiebedarf und -verbrauch. Damit können kundenindividuelle Produktangebote geschaffen, gemessen und automatisch abgerechnet werden wobei vor allem die Tages- und Wochenzeit des Verbrauches berücksichtigt werden kann. Zwar ist das Elektrizitätsnetz heute im Gegensatz zu den Anfangszeiten im vorletzten Jahrhundert ständig verfügbar, aber die Beschaffungskosten variieren unter Tage und auch die Netzkosten sind abhängig von Verbrauchsstruktur und vorhandenen Netzengpässen. Smart Metering ist Erfolgsschlüssel und Herausforderung zugleich für Energieunternehmen, Netzbetreiber, Zählerhersteller und Systemanbieter.

Das Kernziel des Automatisierten Messstellen Managements (AMM) ist die direkte Einbindung der Messdatenbeschaffung in den Abrechnungs- und die Managementprozesse des Unternehmens. Ein einfaches Beispiel hierfür ist die Verarbeitung eines Kundenwechsels. Wenn ein Kunde seinen Energieversorger wechselt oder umzieht, muss ein alter bestehender Vertrag abgerechnet und ein neuer angelegt werden. Hier braucht man abrechnungsfähige Zählerstände.

Diese positiven Effekte führen zu einer signifikanten Reduktion der Gesamtkosten. Dabei muss man Zählerablesung, Datensammlung, Prüfung, Abrechnung und Energiedatenmanagement des Versorgungsunternehmens in einem Gesamtzusammenhang betrachten. Vorreiter wie die ENEL sprechen von jährlichen Einsparungen im Bereich von 500 Millionen Euro.

Aber die kommerzielle Auswirkung eines solchen AMM Projektes ist nicht auf die reine Kostensenkung der Messdatenbeschaffung, Verarbeitung und Abrechnung beschränkt. Es hilft, bisher "schlummernde" Vertriebspotentiale zu erkennen und zu heben. Flexible Tarifstrukturen die sich an Energieangebot, Verbrauchsverhalten und Lebensgewohnheiten orientieren ermöglichen neue Energieprodukte, eine Umsatzsteigerung und einen klaren Wettbewerbsvorteil für den jeweiligen Anbieter.

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