Stotterstart

VW holt sämtliche E-Golfs in den USA zurück

Autohersteller VW steckt noch immer tief im Diesel-Skandal fest. Jetzt gibt es bereits die nächste negative Schlagzeile. In den USA ruft der Konzern über 5.000 E-Autos wieder in die Werkstatt zurück. Dabei sollte mit der E-Mobilität eine neue Offensive sein.

Umweltfreundlich© Markus Mainka / Fotolia.com

Washington/Wolfsburg - Volkswagens Elektro-Offensive in den USA beginnt mit einem Stotterstart: Der Wolfsburger Autohersteller ruft seine E-Golfs wegen der Gefahr von Stromausfällen in die Werkstätten. Das teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Montag mit.

Alle Fahrzeuge des E-Golfs sind betroffen

Es sind zwar nur 5.561 Wagen vom Rückruf betroffen. Doch es handelt sich damit um alle bislang in den Vereinigten Staaten verkauften Fahrzeuge des 2015 auf dem US-Markt eingeführten Modells, wie ein VW-Sprecher auf Nachfrage bestätigte.

Firmensprecher: Problem nur in den USA

Das Problem liege in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe und zum plötzlichen Ausfall des Elektromotors führen könne. Der mögliche Defekt betreffe wegen des unterschiedlichen Stromsystems jedoch nur die USA, so der Sprecher. Ein Update der Batterie-Software soll nun Abhilfe schaffen.

Diesel-Skandal belastet den Konzern

Der größte Autobauer Europas steckt wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Millionen von Dieseln in einer schweren Krise. Künftig will der Konzern verstärkt auf Elektroautos setzen.

Traditioneller Bulli als E-Auto

Zuletzt stellte VW den sogenannten Budd-e als Konzeptauto vor - einen batteriebetriebenen Nachfahren des legendären Transporters Bulli. Das soll der Auftakt einer großen E-Offensive sein. "Viele weitere Modelle werden folgen", hatte VW-Markenchef Herbert Diess angekündigt.

Quelle: DPA