Bilanz

VSE will Strompreise in diesem Jahr stabil halten

Die Saarbrücker VSE AG will die Strompreise in diesem Jahr stabil halten. Bei den Gaspreisen soll es zumindest am 1. April keine Erhöhung geben. Dort gebe es aber die Besonderheit, dass die Preise quartalsweise festgelegt werden, sagte Vorstandsmitglied Georg Müller.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Die VSE-Gruppe hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit neuen Produkten und Dienstleistungen sowie neuen Märkten und Kunden die regionale Marktführerschaft weiter ausgebaut. Das Unternehmen habe sich damit in den vergangenen Jahren vom ursprünglich reinen Energieunternehmen zu einer "spartenübergreifenden Unternehmensgruppe in Westdeutschland und Luxemburg entwickelt", sagte Vorstandsmitglied Leo Petry.

Die Gesamtleistungen des Unternehmens, das sind die Umsätze der Unternehmensgruppe zusätzlich der Umsätze aus Beteiligungen, sind von 249 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 267 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen. Die VSE-Gruppe hat 2150 Beschäftigte und ist in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Facility Management sowie kaufmännischer und technischer Service tätig. "Wir wollen auf der gesamten Wertschöpfungskette aktiv bleiben", betonte Petry bei der Vorstellung der Bilanz 2005.

Vom geplanten Energiegipfel erwartet Müller keine Ergebnisse, aber den Start für einen Konsens zur Energiesicherheit in Deutschland. Angesichts der weltweiten Entwicklung müssten dabei auch "deutsche Sonderwege" auf den Prüfstand. Dazu gehöre die Laufzeit der Atomkraftwerke, die "ideologiefrei" diskutiert werden sollte. Eine Förderung der Forschung und Entwicklung sowie eine Anschubfinanzierung bei erneuerbaren Energien seien wünschenswert, weitergehende Subventionen stellte Müller jedoch in Frage.