VSE: Erfolgreiches Geschäftsjahr 1999

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Nach über zwei Jahren Wettbewerb auf dem Strommarkt hat die saarländische VSE AG ihre Position im südwestdeutschen Raum behauptet. Als gesundes und starkes Unternehmen baute die VSE im abgelaufenen Geschäftsjahr das Unternehmen nach eigenen Angaben zu einem Konzern mit guten Perspektiven in der Region aus. Die Zahlen des Geschäftsjahres 1999 bestätigen die Angaben: Trotz eines Rückgangs des Gesamtumsatzes von 766 Millionen DM auf 496 Millionen DM erwirtschaftete die VSE einen Bilanzgewinn in Höhe von 12,6 Millionen DM, der eine Dividendensteigerung gegenüber dem Vorjahr von 13 auf 15 Prozent auf das Grundkapital von 80 Millionen DM ermöglichte. Gründe für den Umsatzrückgang waren insbesondere umfangreiche Strompreissenkungen bei großen Industriekunden und weiterverteilenden Stadtwerken sowie die Ausgliederung der örtlichen Strom- und Wärmeversorgung in die gemeinsame Gesellschaft energis. Kompensiert wurde der Rückgang durch günstigere Strombeschaffung, durch Reduzierungen im Material- und Personalbereich sowie durch ein positives Ergebnis im Beteiligungsmanagement.


Der Konzern VSE erzielte 1999 mit den Geschäftsfeldern Versorgung, Telekommunikation, Industrieservice und Facility Management einen Umsatz in Höhe von 684 Millionen DM. Dabei entfielen rund 80 Prozent auf das Strom- und Erdgasgeschäft. Der Konzerngewinn betrug 21 Millionen DM. Die VSE-Vorstandsmitglieder Dr. Werner Roos und Prof. Leo Petry zeigten sich auf der Bilanzpressekonferenz in Saarbrücken zuversichtlich, dass die VSE und der Konzern auch weiterhin die Herausforderungen des Wettbewerbs mit Erfolg meistern würden. Zum einen entwickelten sich die neuen Geschäftsfelder positiv und zum anderen mehrten sich die Anzeichen, dass die Talsohle bei der Strompreisentwicklung erreicht sei.


Die Stromabgabe der VSE hat sich im Geschäftsjahr von 4,64 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf 4,53 Milliarden kWh verringert. Dieser Rückgang lag vor allem an der Stahlindustrie. Dagegen hatte die von der VSE versorgte Automobilindustrie einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen. Etwa 2 Milliarden kWh Strom lieferte die VSE an weiterverteilende Stadt- und Gemeindewerke und rund 1,4 Milliarden kWh an die energis, die die Versorgung der Haushalte, des Gewerbes und der Industrie von der VSE übernommen hat. energis, an der die VSE mit 72,5 und Saar Ferngas mit 27,5 Prozent beteiligt sind, versorgt seit 1999 weite Teile des Saarlandes mit Strom und Wärme. In 39 Städten und Gemeinden ist energis mit ihren kommunalen Beteiligungsunternehmen in der Stromversorgung tätig.