Vortrag: Kernenergie im liberalisierten Markt - Das Beispiel Hamburg

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"Im liberalisierten Strommarkt kann man auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn das Unternehmen über eine kostengünstige Stromerzeugung verfügt. Für die HEW, die 80 Prozent ihres Stroms in Kernkraftwerken erzeugt, ist die Kernenergie eine strategische Option für den Wettbewerb. Einen Energiekonsens mit der Bundesregierung kann es daher nur auf der Grundlage wirtschaftlicher Maßstäbe geben. Politisch bedingte Bauernopfer wird es nicht geben. Gesetzlich festgeschriebene Laufzeitbegrenzungen von 30 Kalenderjahren sind wirtschaftlich nicht vertretbar und führen daher zwingend zu einer Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht. Für die HEW ist ein unbehinderter Betrieb ihrer Kernkraftwerke über 35 Volllastjahre von existentieller Bedeutung." Diesen Standpunkt vertritt Dr. Manfred Timm und wird darüber am 11. Mai 2000 einen Vortrag im "Forum in Berlin" des Informationskreises Kernenergie halten.


Dr. Manfred Timm war von 1971 bis 1983 bei der Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW) AG für den kerntechnischen Sektor zuständig. Gleichzeitig war er Geschäftsführer der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel sowie Prokurist und Leiter der HEW-Unternehmensplanung. Von 1983 bis 1986 war er Vorstandsmitglied der PreussenElektra AG in Hannover. Seit Februar ist Dr. Timm Vorstandsmitglied der HEW und zuständig für die Energieerzeugung. Anfang 1995 wurde er zum Sprecher des Vorstandes der HEW berufen.


Der Vortrag beginnt um 18.20 Uhr, danach schließt sich eine Diskussionsrunde an. Weitere Informationen unter Telefon: 0228-507226.