Hessen

Vorteilsnahme: Neue Vorwürfe wegen Kommunalpolitiker

Gegen die wegen des Verdachts der Vorteilsnahme seit der letzten Woche in der Kritik stehenden elf Kommunalpolitiker aus Hessen und Niedersachsen gibt es neue Vorwürfe. Laut Zeitungsinformationen wurden nicht nur Reisen nach Venedig vom Energieversorger EAM bezahlt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kassel (ddp-hes). Wie die "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" berichtet, sollen die betroffenen Landräte, Oberbürgermeister und Oberkreisdirektoren auch ins Elsass und regelmäßig zu den Festspielen nach Bad Hersfeld auf Kosten von EAM gefahren sein. Das Unternehmen E.ON Mitte, das die EAM 2002 übernommen hatte, habe dies bestätigt.

Anfang der Woche hatte die Kasseler Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie gegen die elf Politiker wegen des Verdachts der Vorteilsnahme im Amt und Untreue ermittelt. Dabei gehe es um eine Reise nach Venedig im Herbst 2001, die auf Einladung von E.ON erfolgt sei und "keinen ausreichenden Bezug" zur Tätigkeit der Politiker als Mitglieder in Aufsichtsräten kommunaler Energieversorger gehabt habe.