Personalie

Vorstandssprecher Timm verlässt die HEW

Aufsichtsrat und Timm verständigten sich "im Einvernehmen" darauf, den Vertrag "aus Altersgründen" mit sofortiger Wirkung zu beenden - Drängte Mirant auf Rücktritt? - Auch Ortwin Runde scheidet als Aufsichtsratsvorsitzender aus.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Wie die Hamburgische Electricitaets-Werke AG (HEW) soeben mitteilte, haben sich der Aufsichtsrat der HEW und HEW-Vorstandssprecher Dr. Manfred Timm heute "im Einvernehmen" darauf verständigt, den Vertrag von Timm "aus Altersgründen" und mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Dr. Manfred Timm (63) war seit Februar 1986 Mitglied im HEW-Vorstand und seit 1995 Sprecher des Vorstandes. Der neue Vorsitzende des Aufsichtsrates der HEW, Lars G. Josefsson, dankte Timm und würdigte die herausragenden Verdienste des scheidenden Vorstandssprechers. Manfred Timm sei der "maßgebliche Architekt der "Neuen Kraft" gewesen, so Josefsson.

Bis zur Bestellung eines Nachfolgers von Dr. Manfred Timm wird HEW-Vorstandsmitglied Joachim Lubitz die Funktion des Vorstandssprechers wahrnehmen.

Heute Mittag noch hatte Timm im Rahmen der 107. ordentlichen Hauptversammlung der HEW das vergangene Geschäftsjahr gegenüber den Aktionären Revue passieren lassen (das strom magazin berichtet in seiner morgigen Ausgabe).

Während das Ausscheiden Timms überraschend kam, war der Ausstieg von Hamburgs Bürgermeister Ortwin Runde erwartet worden: Runde legt sein Amt und Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender, das er seit 1997 wahrgenommen hatte, nieder. Zugleich scheidet er aus dem Aufsichtsrat aus. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der HEW ist, wie erwähnt, Lars G. Josefsson. Er gehört dem Aufsichtsrat seit Oktober vergangenen Jahres an.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, verlaute aus Branchenkreisen, dass Mirant - infolge des Rechtsstreits mit HEW/Vattenfall - den Rücktritt von Timm gefordert habe. Vattenfall habe dem zugestimmt - "um Ruhe mit seinem neuen Partner" zu haben, so die FTD.