Gefahren

Vorsicht beim Drachensteigen in der Nähe von Stromleitungen

Herbstzeit ist Drachenzeit. Sobald der Wind etwas stärker weht, lassen vor allem Kinder gern die bunten Flieger in den Himmel steigen. Doch das Vergnügen birgt auch Gefahren. Gerät ein Drachen in eine Stromleitung, besteht Lebensgefahr. Wichtig: Es gibt maximale Längen für die Drachenschnur, die eingehalten werden sollten.

Stromerzeugung© Siegfried Schnepf / Fotolia.com

Halle/Saale (red) - Schwerste, unter Umständen tödliche Verletzungen durch einen elektrischen Schlag können die Folge sein. Neben den gesundheitlichen Schäden kann es zu Störungen der Stromversorgung kommen. Das ist nicht nur für die Kunden ärgerlich, sondern auch mit kosten-, personal- und zeitaufwendigen Reparaturen für den Netzbetreiber verbunden.

Nicht länger als 100 Meter

Um das zu vermeiden, empfiehlt der enviaM-Netzbetreiber Mitnetz Strom den Drachen immer an einem Ort steigen zu lassen, wo keine Stromleitungen in der Nähe sind. Ist dies nicht möglich, sollte ein Mindestabstand von 500 Metern zu den Leitungen eingehalten werden. Die Drachenschnur sollte zudem nicht länger als 100 Meter sein, da ab dieser Höhe die Luftstraße für Flugzeuge beginnt. Bei böigem Wind oder Unwetter ist es besser, auf das Drachensteigen zu verzichten.

Keinesfalls selbst den Drachen bergen

Verfängt sich ein Drachen trotz aller Vorsicht in einer Stromleitung, sollte man auf keinen Fall selbst versuchen, ihn zu bergen, sondern fachmännische Hilfe anfordern. Mitnetz Strom gibt die kostenfreie Nummer 0800-2305070 an. Das enviaM-Stromnetz hat eine Länge von rund 77.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.