Einsparpotentiale

Vorgestellt: Energiesparendes Sanieren in Nordrhein-Westfalen

Auf einer gemeinsamen Tagung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Energieagentur NRW in Düsseldorf wurden heute mehrere nordrhein-westfälische Pilotprojekte für energiesparende Gebäudesanierung vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt war der Gebäudeenergieausweis.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Die vorgestellten Projekte sind eine Auswahl aus insgesamt dreizehn in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Sanierungsmaßnahmen. Sie zeigten, dass sie im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie normale Neubauten, so die Veranstalter.

dena-Geschäftsführer Stephan Kohler weist darauf hin, dass energiesparendes Sanieren eine der besten Antworten auf die steigenden Energiepreise sei. Nebenkosten würden sinken, die Wohnqualität und nicht zuletzt der Immobilienwert steigen. Für die Pilotprojekte wird nach Abschluss der Modernisierungen ein Energieausweis ausgestellt. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegen sie optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala, so Kohler.

Zu den vorbildlichen Sanierungsprojekten gehören Gebäude aus den Jahren 1929 bis 1974, vom Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern in Oberhausen bis zum Mehrfamilienhaus mit über 1630 Quadratmetern in Düsseldorf. Weitere Projekte befinden sich in Köln, Düren, Bedburg, Kamen, Castrop-Rauxel, Bielefeld und Wadersloh.

"Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 89 Prozent reduziert, mit solchen Ergebnissen wird der sanierte Altbau erst richtig schick", betonte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, die die Projekte vor Ort koordiniert. Zu den Maßnahmen gehörten optimale Dämmung und Verglasung sowie effizient Heizungs- und Lüftungsanlagen.

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Das Land Nordrhein-Westfalen will den Weg zum ökonomischeren Gebäude mit einer konzertierten Aktion unterstützen, an der zwölf Institutionen teilnehmen. Dazu stellte Wirtschaftsministerin Christa Thoben die Aktion "Gebäudesanierung NRW: Mein Haus spart" den 150 Teilnehmern der Tagung vor.

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