Strom-News
Pro und ContraWas sind eigentlich die substanziellen Unterschiede zwischen Ökostrom und "normalem" Strom? Ökostrom ist zwar im Prinzip der gleiche wie herkömmlicher Strom, wird aber auf andere Weise realisiert. Und auch Ökostrom hat Vor- und Nachteile - welche das sind, haben wir hier zusammengefasst.
Linden (red) – Ökostrom besteht aus zwei Bereichen – Biomasse wie Holz und Bio-Abfälle oder unerschöpfliche Energien wie Wind, Wasser, Erdwärme und Sonne. Somit könnte man mit Ökostrom allein versorgt werden, da Biomasse erneuerbare (nachwachsende) Rohstoffe voraussetzt und unerschöpfliche Energien, wie der Name schon sagt, unbegrenzt vorhanden sind.
Der größte Vorteil von Ökostrom wird wohl die CO2-freie Erzeugung sein. Somit unterstützt man durch Erzeugung und Einsatz von Ökostrom das Kyoto-Protokoll (Richtwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen). Durch die Umstellung auf Ökostrom (momentan liegt der Anteil bei etwa zwölf Prozent) werden die Finanzmittel für den Ausbau erneuerbarer Energien erhöht, was auf dem Markt zu mehr Wettbewerb führen und die Preise senken kann. Zudem reduziert die Produktion von Ökostrom den Verbrauch von fossilen Energieträgern, die begrenzt zur Verfügung stehen. Heimische Produktionsanlagen profitieren vom Ausbau ihrer Ökostromanlagen und unterstützen somit die Wirtschaft.
Zurzeit liegen die Betriebskosten bei der Erzeugung von Ökostrom höher als jener aus herkömmlichen Anlagen, daher muss der Strom nebenbei von anderen Quellen kommen und finanziell gefördert werden. Unerschöpfliche Energiequellen wie die Sonne oder der Wind sind stark Witterungsabhängig und kommen hier nur teilweise in Frage, da man nicht voraussehen kann, wie das Wetter im nächsten Moment sein wird. Bio-Rohstoffe werden teilweise als Futtermittel genutzt und stehen im Konflikt mit der Stromherstellung, daher müsste man erst die Prioritäten festlegen.
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Erstmals in diesem Jahrzehnt sind 2009 die globalen CO2-Ausstöße zurückgegangen. Angesichts der Wirtschaftskrise fällt dieser Rückgang jedoch geringer aus als erwartet. Gleichzeitig wurden die Ausgaben für erneuerbare Energien um weitere fünf Milliarden Euro erhöht. Wind- und Solarenergie verzeichneten einen neuen Rekordzuwachs.
Mit Blick auf künftige internationale Ökostrom-Projekte will EU-Energiekommissar Günther Oettinger die Förderung erneuerbarer Energien europaweit vereinheitlichen. Das Fördersystem regelt bislang noch jedes Land in eigener Regie. Bei Oettingers Plänen soll auch das Desertec-Großprojekt eine Rolle spielen.
Aufgrund von Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze müssen Anlagen zur Gewinnung von Ökostrom immer wieder vom Netz genommen werden. Notwendig seien sogenannte Abregelungen, die eine Überlastung der Netze mit zu viel Strom verhindern sollen. Ein weiterer Aus- und Umbau der Netze ist überfällig.
Eine friesische Gemeinde wird zum Stromanbieter und will auf diese Weise sowohl die eigene Gemeinde stärken als auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wangerland, die sonst eher als Ferienziel bekannte Region, an der Nordsee setzt deshalb auf das, was man vor Ort zur Genüge hat: Windenergie.
Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben und auch ein Stück vom Öko-Kuchen abzubekommen, will der Stromkonzern EnBW ab September das Ökostrom-Produkt "Naturstrom" bundesweit anbieten. Das Angebot wird gemeinsam mit Yello vermarktet. Die Prognose des Unternehmens für 2010 sieht insgesamt gut aus.Strompreise vergleichen
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