Tagung

Vollversorgung mit erneuerbaren Energien durch Speichertechnologie

Auf der 1. Internationalen Konferenz "Energieautonomie durch Speicherung Erneuerbarer Energien" (IRES I) diskutieren heute und morgen in Gelsenkirchen über 200 Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus 25 Ländern über die technischen Möglichkeiten der Energiespeicherung.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Gelsenkirchen (red) - Zu der nach Veranstalterangaben weltweit bisher einmaligen Konferenz haben Eurosolar und der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) eingeladen, in Kooperation mit der Energieagentur NRW und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Unterstützt wird die Veranstaltung u.a. von der UNESCO, der International Solar Energy Society, dem Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Kein Energiesystem kommt ohne Speicher aus, ob es um Elektrizität, Wärme oder Treibstoff geht. Insbesondere den Erneuerbaren Energien wird vorgeworfen, dass sie nicht oder nur schwierig zu speichern seien. Zwar sind schon heute ganze Regionen ausschließlich mit Strom aus Windkraft, Biogas, Sonne, Erdwärme und Wasserkraft zu versorgen, ohne dass Angebot und Nachfrage auseinanderklaffen - doch können Speichertechnologien den Durchbruch der Erneuerbaren entscheidend vereinfachen.

"Die Energiespeicherung ist das strategische Schlüsselelement zur Generalisierbarkeit eines Energieträgers. Indem wir die Nutzung von Energiespeichern forcieren, zeigen wir in der Öffentlichkeit unmissverständlich, dass die Erneuerbaren Energien tatsächlich in der Lage sind, atomare und fossile Energien vollständig zu ersetzen", so Hermann Scheer, Präsident von Eurosolar und General Chairman des WCRE.

"Eine zukunftsfähige Energiepolitik muss sich an den Eckpunkten Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ausrichten. Diese Eckpunkte schließen sich gegenseitig nicht aus, sie sind kompatibel und gleichzeitig realisierbar. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist neben der Energieeffizienz ein wichtiges Element einer zukunftsfähigen Energiepolitik", so Volkhard Riechmann vom nordrheinwestfälischen Wirtschaftsministerium.

"Wir müssen nicht die Batterie neu erfinden, sollten uns aber ihrer genialen Funktionsweise wieder bewusst werden und hier weiter arbeiten, um dazu beizutragen, dass sich die regenerativen langfristig durchsetzen," erklärt Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Die Marktfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Energiespeichersystemen sei notwendige Voraussetzung für nachhaltige Energieversorgung. Vorher sei nicht mit einer weiteren Dynamisierung des Marktes für Erneuerbare Energien zu rechnen. Ziel müsse nun sein, die erprobten Technologien zur Marktreife fortzuentwickeln.

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