Sicherung bis 2030

VNG kauft 90 Milliarden Kubikmeter Gas bei Gazprom

Die Verbundnetz Gas AG (VNG) bleibt dem russischen Energie-Giganten Gazprom als Abnehmer treu. Am Mittwoch unterzeichnete das Leipziger Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung von 90 Milliarden Kubikmeter Erdgas bis 2030. Eine verbindliche Festlegung der Preise ist den Angaben zufolge jedoch nicht erfolgt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/sm) - Der neue Vertrag schließe unmittelbar an die bestehenden Abmachungen an, die Ende 2013 auslaufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Leipzig mit. Geschlossen wurde der Vertrag allerdings nicht mit Gazprom direkt, sondern mit dem Handelshaus Wintershall, das für das russische Unternehmen das Gas an westeuropäische Abnehmer vermarktet.

Der Vertrag habe ein Handelsvolumen von rund 20 Milliarden Euro. Bei dieser Summe handele es sich allerdings lediglich um einen Korridor, die genauen Preise seien nicht exakt festgelegt, sagte ein VNG-Sprecher auf ddp-Anfrage. Niemand könne so weit in die Zukunft blicken, dass er über eine so lange Zeit Preise genau festlege. Die genaue Preisermittlung unterliege zahlreichen Faktoren, die die Unternehmen miteinander regelten.

VNG-Chef Klaus-Ewald Holst wie auch Staatskanzleichef Hermann Winkler nannten den jetzt unterzeichneten Vertrag eine Beweis für die Zuverlässigkeit Russlands als Energielieferant. Dadurch werde auch Versorgungssicherheit gewährleistet, die wiederum Investitionen ermögliche, sagte Winkler.