VKU zum VIK-Preisvergleich Stromnetze: "Es gibt keine Richtpreise"

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
In einer Stellungnahme zum Preisvergleich Stromnetze des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. (VIK) (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie ) betont der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heute in Köln, dass in der Verbändevereinbarung Strom keine Richtpreise festgelegt worden seien. Vielmehr sei dort vereinbart worden, dass sich die Netznutzungsentgelte an den individuellen Kosten der Netzbetreiber orientierten.


Die vom VIK als Richtpreise bezeichneten Werte seien lediglich Beispielwerte, die als Rechengrößen für Kosten und Leistungen sowie daraus abgeleitete Entgelte dienen sollen. Diese seien jedoch keine Messlatte für die von den Netzbetreibern zu veröffentlichten Entgelte und könnten auch nicht als Preisobergrenze interpretiert werden.


Durch die Zugrundelegung individueller Kosten sei prinzipiell ein Vergleich der Netznutzungsentgelte außerordentlich schwierig. Da u.a. auch die Auslastung der Netze berücksichtigt werden müsse, seien selbstverständlich die Entgelte der Netzbetreiber in den neuen Bundesländern deutlich höher als in den alten Ländern. Die dort vorhandenen Netze seien nämlich für eine Industrieproduktion ausgelegt, die aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung noch nicht erreicht worden sei. Entsprechend höher seien naturgemäß die Netzpreise. Bisher erzielte Kosteneinsparungen beim Netzbetrieb seien daneben durch hohe Aufwendungen für die im Wettbewerb erforderliche Informationstechnik mehr als aufgefressen worden, stellt der VKU klar.