Investitionen

VKU: Stadtwerke wollen in eigene Erzeugung investieren

Unmittelbar vor dem Energiegipfel und zum Auftakt der VKU-Konferenz "Stadtwerk der Zukunft" hat VKU-Präsident Oberbürgermeister Gerhard Widder heute den Willen der Stadtwerke bekräftigt, in den Energiemärkten weiterhin als aktive Wettbewerber aufzutreten. Widder nimmt heute Abend auch am Energiegipfel teil.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Er wies darauf hin, dass sich nach den Fusionen zwischen den Energiekonzernen bedenkliche oligopolistische Strukturen herausgebildet haben. "Wenn die Politik es mit der Entwicklung von Wettbewerb in den Energiemärkten ernst meint", so der VKU-Präsident, "muss ein vitales Interesse daran bestehen, dass Stadtwerke den Wettbewerb im Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsbereich stärken."

Gleichzeitig kündigte er Investitionen der kommunalen Unternehmen von über 5,2 Milliarden Euro bis 2012 an. Sie sollen hauptsächlich in neue Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 6500 Megawatt fließen. Bei den neuen Kraftwerken handele es sich bis auf wenige Ausnahmen um Kondensationskraftwerke, aber auch der Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung soll weiter vorangetrieben werden.

Laut Widder müsse das gemeinsames Ziel von Bundesregierung und Wirtschaft sein, Investitionen in effiziente und dezentrale Erzeugungskapazitäten auch weiterhin durch geeignete gesetzliche Maßnahmen zu flankieren. Bei einer Novellierung des KWK-Gesetzes könnten bis 2012 die Kohlendioxid-Emissionen nochmals um bis zu fünf Millionen Tonnen pro Jahr verringert werden.

Keine festen Zusagen machte der VKU-Präsident indes in punkto Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Strom- und Gasnetze.