Koalitionsvertrag

VKU sieht erfreuliche Perspektiven in Energie- und Wasserpolitik

Durchaus erfreut zeigte sich der Verband kommunaler Unternehmen von den Regelungen des neuen Koalitionsvertrages bezüglich Energie und Abfallentsorgung. Der Verband begrüßte insbesondere, dass die neue Regierung den Ausbau von dezentralen Kraftwerken und hocheffizienten KWK-Anlagen fördern will.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) sieht in den energie-, wasser- und abfallpolitischen Passagen des Koalitionsvertrages von SPD und CDU/CSU erfreuliche Perspektiven. Insbesondere begrüßt der VKU die Absicht der neuen Bundesregierung, den "Ausbau von dezentralen Kraftwerken und hocheffizienten KWK-Anlagen zu fördern".

Gerade die Stadtwerke, die drei Viertel ihres selbsterzeugten Stroms in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung produzieren, sähen sich dadurch in ihrem Engagement für die Umwelt bestätigt. "Gleichzeitig wird die Anbietervielfalt in einem oligopolisierten Bereich gestärkt", kommentierte VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Schöneich. Auch die Aussagen zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz, wonach die wirtschaftliche Effizienz und die Vergütungssätze für die einzelnen Erzeugungstechnologien überprüft werden sollen, stoßen auf positive Resonanz beim VKU. Hierbei sollten jedoch die Interessen der Anlagen- und Netzbetreiber gleichermaßen berücksichtigt werden, forderte Schöneich.

Besonders erfreut zeigte er sich über das klare Bekenntnis der zukünftigen Bundesregierung, die Kommunen auch in Zukunft eigenständig über die Organisation der Wasserversorgung wie auch der Abfall- und Abwasserentsorgung entscheiden zu lassen. Der VKU hoffe, dass die Koalition diese Politik zukünftig auch gegenüber der Europäischen Kommission offensiv vertreten werde.