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VKU: NAP II nachbessern im Interesse des Klimaschutzes

In seiner Stellungnahme gegenüber dem Umweltministerium sieht der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) Nachbesserungsbedarf vor allem bei den Zuteilungsregeln für Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK).

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - "Für den Grundlastbetrieb ausgelegte Neuanlagen müssen ausreichend mit Zertifikaten ausgestattet werden. Um den Emissionshandel zu einem wirksamen Instrument des Klimaschutzes zu machen, muss er Anreize für Investitionen in moderne, effiziente Kraftwerkstechnik liefern", begründet Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VKU, die Position des Verbandes. Die Standardauslastungsfaktoren seien für die unterschiedlichen Kraftwerkstypen allerdings noch nicht endgültig definiert.

Der VKU schlägt vor für moderne GuD-Anlagen einen Standardauslastungsfaktor von mindestens 7.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr zugrunde zu legen, moderne KWK-Anlagen, die im gekoppelten Betrieb laufen, werden auf jährlich 6.000 Benutzungsstunden veranschlagt.

Außerdem fordert der Verband, KWK-Anlagen völlig von Minderungsverpflichtungen auszunehmen. Obwohl KWK-Kraftwerke 20 bis 30 Prozent weniger Kohlendioxid emittierten, seien sie im NAP II schlechter gestellt als in den Regelungen des NAP I. Die vorgesehene Minderungsverpflichtung von 1,25 Prozent berücksichtigt dies nach Auffassung des VKU nicht ausreichend.

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