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VKU: Kraft-Wärme-Kopplung stärker fördern

Der Verband kommunaler Unternehmen hat jetzt ein Eckpunktepapier zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vorgelegt. Er verweist darauf, dass nach einem Bericht der Bundesregierung allein die Stadtwerke dadurch jährlich 3,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bochum (red) - "Die Stadtwerke können durch weitere Modernisierungen und den Zubau von KWK-Anlagen zusätzliche CO2-Minderungspotentiale erschließen, um das von der Bundesregierung angestrebte Reduktionsziel 2010 zu erreichen", erklärte VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Schöneich anlässlich der Verabschiedung des VKU-Eckpunktepapiers in Bochum. "Mit seinen konkreten Vorschlägen will der VKU die Pläne der Bundesregierung zur Fortentwicklung des KWK-Gesetzes konstruktiv flankieren."

In dem vor kurzem erstellten Monitoring-Bericht zum KWK-Gesetz hatte die Bundesregierung hervorgehoben, dass allein durch die von den Stadtwerken mit mehr als 1,5 Milliarden Euro finanzierten Modernisierungen über 3,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zusätzlich eingespart werden. Sie wies zugleich darauf hin, dass das für 2010 angestrebte CO2-Reduktionsziel von mindestens 20 Millionen Tonnen pro Jahr nicht erreicht würde, weil der angekündigte marktkonforme Zubau der KWK von den Energiekonzernen nicht eingelöst werde.

Aus Sicht des VKU sei es mit Blick auf den geforderten Wettbewerb im Energiemarkt notwendig, den Ausbau der kommunalen Energieerzeugung im Bereich der effizienten KWK-Technologie mit Hilfe eines geeigneten gesetzlichen Rahmens zu forcieren.

Die CO2-Minderungspotentiale bei den kommunalwirtschaftlichen KWK-Anlagen seien in der Vergangenheit wegen unangemessen kurzer gesetzlicher Fristen oder nachfragebedingtem Preisanstieg für zentrale Anlagenteile nicht voll ausgeschöpft worden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten daher so angepasst werden, dass der Zubau von hocheffizienten KWK-Anlagen unabhängig von der Anlagengröße durch finanzielle Zuschläge gefördert werde. Bisher wurde lediglich der Anlagenneubau bis zu einer Größe von zwei Megawatt unterstützt. Die Förderung des Zubaus sei notwendig, da bei KWK-Anlagen im Verhältnis zu konventionellen Kraftwerken signifikante Mehrkosten aufgrund der anspruchsvollen Technik entstünden.

Der Förderanspruch sollte auch dann bestehen, wenn am selben Standort zu einem früheren Zeitpunkt eine KWK-Anlage betrieben wurde. Eine jährliche Degression der Zuschlagszahlungen von einem Prozent ab dem Jahr 2010 könne als Anreiz wirken, einen Neubau von KWK-Anlagen zeitnah zu realisieren, so der VKU.

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