VKU: Es gibt kein Stadtwerke-Sterben

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"Von einem großflächigen Stadtwerke-Sterben kann überhaupt keine Rede sein." Dies betont Felix Zimmermann, Hauptgeschäftsführer des über 950 Mitgliedsunternehmen zählenden Verbands kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) heute in Köln. "Unsere Unternehmen können sich in einem Wettbewerb - vorausgesetzt er wird fair geführt - behaupten und tun dies auch." Vielfach würden sie die Kampfpreise der großen Stromkonzerne nicht nur halten, sondern für bestimmte Kundengruppen sogar unterbieten. "Beim Strompreisvergleich brauchen sich die Stadtwerke nicht zu verstecken", so Zimmermann. Die kommunalen Versorgungsunternehmen hätten ihre Vorteile jedoch längst noch nicht ausgereizt. Da sie nicht nur Strom, sondern auch Gas, Fernwärme, Trinkwasser und anderes mehr aus einer Hand anbieten, seien
hier auch völlig neue Paketleistungen zu Sparpreisen denkbar. Solche "all-inclusive"-Angebote könnte die Konkurrenz noch nicht machen. Auch die Vielzahl von Stadtwerke-Kooperationen untereinander würden vom VKU unterstützt. Die Synergieeffekte und ein besseres Standing auf den Märkten wären wesentliche Vorteile solcher Zusammenschlüsse.


Die Kunden, die ja erst nach Wirksamkeit einer Verbändevereinbarung zur Stromdurchleitung ihren Lieferanten tatsächlich wechseln könnten, sollten jedoch ihre Wechselentscheidung nicht nur von einem kurzfristigen Preisvorteil von wenigen Mark im Monat abhängig machen. Wichtiger sei die gesamte Leistungspalette von den erneuerbaren Energien bis hin zur 24-Stundenbereitschaft des technischen Kundendienstes. Die Stadtwerke seien nämlich nicht nur kundennäher, sondern sie beraten auch individuell vor Ort, seien zuverlässig und kompetent. Nicht zuletzt seien sie als Arbeitgeber und Auftraggeber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Der Kunde sei ja auch immer Bürger einer Stadt oder Gemeinde und damit jemand, der von einer gut entwickelten Infrastruktur direkt profitiere.


(ots)