Anreizregulierung

VKU befürchtet wirtschaftliche Überforderung der Stadtwerke

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) appelliert mit Blick auf die anstehende Entscheidung zur Anreizregulierung an den Bundesrat, "eine wirtschaftliche Überforderung der Stadtwerke durch die geplante Anreizregulierung abzuwehren", so Verbandspräsident Stephan Weil.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Durch die Effizienzvorgaben des Verordnungsentwurfes seien kommunale Netzbetreiber mittelfristig "in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet". Die Änderungsvorschläge der Bundesratsausschüsse brächten wichtige Verbesserungen, reichten aber nicht aus, um eine "dramatische wirtschaftliche Schieflage" der kommunalen Netzbetreiber zu verhindern, so Weil.

Zugleich wies der VKU-Präsident die Behauptung, die Änderungsvorschläge der Bundesratsausschüsse würden zur Erhöhung der Netzkosten führen, "als bewusste Irreführung der Öffentlichkeit" zurück. Schließlich hätten die Stadtwerke nach der ersten Genehmigungsrunde in diesem Jahr ihre Strom- und Gasnetzentgelte im Durchschnitt um 15 Prozent gesenkt, selbst nach Umsetzung der abmildernden Änderungsempfehlungen der Bundesratsausschüsse müssten die Stadtwerke in den kommenden Jahren "mit weiteren erheblichen Erlöseinbußen" im Netzbereich von mehr als 15 Prozent rechnen, erklärte Weil.